„Wir sind gekommen, um langfristig zu bleiben, denn uns liegt eine gute gesundheitliche Versorgung der Bürgerinnen und Bürger der Region am Herzen.“ Auf der Strategiekonferenz der Lausitz Klinik Forst und des Diakoniekrankenhauses Naëmi Wilke Guben in der vergangenen Woche erläuterte Prof. Dr. h.c. (BUK) Hans-Ulrich Schmidt die Strategie des Diakonissenhauses Teltow vor leitenden Mitarbeitenden der beiden Krankenhäuser. Er begrüßte weiterhin Gäste aus Politik und Wirtschaft, womit alle Akteure sozusagen an einem Tisch saßen – mit dem gemeinsamen Ziel einer gesicherten und modernen Gesundheitsversorgung in der Region.
Prof. Schmidt ist kaufmännischer Geschäftsführer des Unternehmensverbunds Diakonissenhaus Teltow, zu dem unter anderem sieben Krankenhäuser und drei medizinische Einrichtungen mit mehr als 1.300 Betten plus 51 Sitze für Kassenärzte gehören; darunter die beiden Krankenhäuser in Guben und Forst sowie auch das Lutherstift in Frankfurt/Oder.

Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger, Bürgermeisterin Sabine Taubeneck, Forst, und Bürgermeister Fred Mahro, aus Guben  erfuhren aus erster Hand, wie die Versorgung der immer älter werdenden Bevölkerung bei knappen Ressourcen gelingen kann. Fachkundige  Referenten aus dem brandenburgischen Gesundheitsministerium, der Krankenkasse AOK Nordost und der Medizinischen Universitätsklinik Lausitz – Carl Thiem zeigten Probleme und Lösungen auf. Insgesamt ergab sich für die leitenden Mitarbeitenden ein umfassendes Bild mit guter Perspektive für den Erhalt der Standorte in Guben und Forst.

Ein wichtiges Thema ist die Vernetzung der kleineren Krankenhäuser mit dem Universitätsklinikum in Cottbus. Sebastian Scholl als Beauftragter der Modellregion Gesundheit Lausitz betonte:  „Nicht nur die kleinen, auch die großen Häuser stehen vor großen Veränderungen. Wir nehmen die gemeinsame Verantwortung für die Region wahr und haben uns schon gut mit den Krankenhäusern vor Ort abgestimmt“, erläuterte er. „Als Universitätsmedizin richten wir den Fokus speziell auf die Gesundheitssystemforschung und Digitalisierung. Wir sind eine Modellregion, in der man vordenken kann und die auf europaweites Interesse stößt, denn hier wird die Gesundheitsversorgung der Zukunft erprobt und erforscht.“

Daran knüpfte Andreas Mogwitz, Geschäftsführer der Krankenhäuser in Forst, Guben und des Lutherstifts in Frankfurt/Oder an.  Um in Zukunft wirtschaftlich sicher agieren zu können, werden wir nicht nur mit der Universitätsklinik kooperieren, sondern in den drei Häusern an Neiße und Oder eng zusammenarbeiten.“ Das Lutherstift ist bereits eine spezialisierte Fachklinik für Geriatrie und auch die Lausitz Klinik Forst legt hier einen Schwerpunkt. Weiterhin werden das Naëmi Wilke Stift Guben und die Lausitz Klinik Forst gemeinsame vier Behandlungszentren bilden:
– Innere Medizin mit Geriatrie und Palliativmedizin,
– Orthopädie, speziell Erkrankungen des Bewegungsapparates,
– Bauchzentrum mit Urologie für die Behandlung der Erkrankungen des Bauchens und der harnleitenden Organe,
– Gefäßchirurgie und Plastische Chirurgie.
Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin werden bereits von einer gemeinsamen Chefärztin geleitet.
Zur wirtschaftlichen Situation der Krankenhäuser sagte Andreas Mogwitz: „Im Gubener Krankenhaus ist es gelungen, nach der überstandenen Insolvenz wieder wirtschaftlich zu arbeiten. In Forst soll das medizinische Angebot der Geriatrie (Altersmedizin) um die geriatrische Rehabilitation erweitert werden, um auch dort nicht nur auf die Bedürfnisse einer alternden Gesellschaft zu reagieren, sondern auch finanziell ein Plus zu erreichen. „Wir sind auf einem guten Weg und in vielem einen Schritt voraus“, blickt er optimistisch in die Zukunft.

„Sie gehen mit der Zusammenarbeit der Standorte und der ambulant-stationären Orientierung genau den richtigen Weg und wir unterstützen Sie dabei“, stellte Michael Zaske, Abteilungsleiter im brandenburgischen Gesundheitsministerium fest. Eine reine stationäre Krankenhausreform reiche allerdings nicht aus.  Es gehe um eine stimmige Gesundheitsreform. „Wir müssen alle Akteure in diesem Bereich betrachten, auch im ambulanten und kommunalen Bereich sowie in der Notfallversorgung. Die flächendeckende Grund- und Notfallversorgung muss gesichert sein. Auch jeder siebente Arbeitsplatz in Brandenburg hängt an der Gesundheit“

Eine echte Systemverbesserung mahnte Marek Rydzewski, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Nordost an. „Wie viel Gesundheit können wir uns noch leisten und wie viel Verschwendung wollen wir uns noch leisten? Wir müssen die Versorgung besser steuern, was in anderen Ländern schon gang und gäbe ist.“ Er richtete einen Appell an die Anwesenden: „Es ist wichtig, dass Patientinnen und Patienten ihre Daten im Gesundheitswesen teilen, damit alle an der Versorgung Beteiligten die Versorgung bedarfsgerecht gestalten können.“ In diesem Zusammenhang werde die AOK Nordost auch in Zukunft ein verlässlicher Partner der Krankenhäuser der Region sein.

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Prof. Hans-Ulrich Schmidt erläuterte die langfristigen Ziele einer modernen Gesundheitsversorgung in der Region.
F.: DNWG/Natalia Kujawa

Am 4. Mai 2026 informierten sich der Marschall der Woiwodschaft Lubuskie, Sebastian Ciemnoczołowski, sowie der Wojewode der Woiwodschaft Lubuskie, Marek Cebula, über den aktuellen Stand des INTERREG VI A-Projekts „Grenzüberschreitende Gesundheitskooperation in der Eurostadt Gubin-Guben“.

Im Rahmen des Treffens präsentierte Andreas Mogwitz, Geschäftsführer des Diakoniekrankenhauses Naëmi Wilke Guben, den aktuellen Stand des Projekts sowie Lösungsansätze für die medizinische Versorgung von Patienten auf beiden Seiten der Grenze. Vorgestellt wurden dabei sowohl die auf deutscher Seite entwickelten Regelungen für Versicherte deutscher Krankenkassen als auch Konzepte für Patienten, die in Polen über den Nationalen Gesundheitsfonds (NFZ) abgesichert sind.

Das Vorhaben zielt darauf ab, die Gesundheitsversorgung in der Eurostadt Gubin–Guben nachhaltig zu verbessern und den Bewohnern der Grenzregion einen erleichterten Zugang zu medizinischen Leistungen zu ermöglichen.

Ein zentraler Punkt des Austauschs war zudem die Gewinnung der Unterstützung des Marschalls und des Wojewoden für die Vorbereitung eines administrativen und rechtlichen Abstimmungsprozesses mit dem polnischen Gesundheitsministerium sowie dem Nationalen Gesundheitsfonds in Warschau. Damit sollen die Voraussetzungen für ein Pilotprojekt geschaffen werden, das künftig die grenzüberschreitende Durchführung und Abrechnung medizinischer Leistungen ermöglichen soll.

„Es handelt sich um ein anspruchsvolles und langfristiges Vorhaben, zugleich jedoch um eine Initiative von großer Bedeutung für die Grenzregion. Gemeinsam mit dem Wojewoden werden wir die weiteren Arbeiten an diesem Projekt aktiv unterstützen“, betonte Marschall Sebastian Ciemnoczołowski.

An dem Treffen nahmen von polnischer Seite teil:
• Sebastian Ciemnoczołowski – Marschall der Woiwodschaft Lubuskie
• Marek Cebula – Wojewode der Woiwodschaft Lubuskie
• Ewa Jaske – Direktorin des Gesundheitsdepartements
• Adriana Sarnecka – stellvertretende Direktorin des Büros für Auslandskooperation und Europäische Territoriale Zusammenarbeit

An dem Treffen nahmen auf deutscher Seite teil:
• Andreas Mogwitz – Geschäftsführer des Diakoniekrankenhauses Naëmi Wilke Guben, der Lausitz Klinik Forst sowie des Lutherstifts Frankfurt (Oder)
• Agnieszka Pajer – Finanzdirektorin des Diakoniekrankenhauses Naëmi Wilke Guben und des Lutherstifts Frankfurt (Oder)
• Agnieszka Jacob – INTERREG-Projektleiterin
• Monika Roszak – INTERREG-Projektkoordinatorin

Foto: ©lubuskie.pl / v.r. Der Marschall der Woiwodschaft Lubuskie, Sebastian Ciemnoczołowski, der Wojewode der Woiwodschaft Lubuskie, Marek Cebula, stellvertretende Direktorin des Büros für Auslandskooperation und Europäische Territoriale Zusammenarbeit, Adriana Sarnecka

 

Unsere polnische Erasmus+ Praktikantin Aleksandra Drgas war insgesamt zehn Monate bei uns im internationalen Patientenbüro und im Projektteam des Diakoniekrankenhauses Naëmi Wilke Guben tätig. Sie hat unsere Arbeit tatkräftig unterstützt und häufig polnische Patienten bei Arztbesuchen begleitet. Ihre Hilfe war für alle sehr wertvoll und die gemeinsame Zeit war für das gesamte Team eine große Bereicherung.
„Meine Arbeit im internationalen Patientenbüro war eine sehr bereichernde Erfahrung. Während dieser Zeit konnte ich wertvolle praktische Einblicke in den Arbeitsalltag gewinnen und meine Sprachkenntnisse im medizinischen Bereich deutlich verbessern. Besonders spannend war es, polnische Patienten zu unterstützen und interkulturelle Kompetenzen im Berufsalltag anzuwenden. Außerdem habe ich gelernt, Verantwortung zu übernehmen, im Team zu arbeiten und flexibel auf neue Situationen zu reagieren. Diese Erfahrung hat mich sowohl beruflich als auch persönlich weiterentwickelt und mir neue Perspektiven für meine Zukunft eröffnet.“

Wir bedanken uns herzlich bei Aleksandra für ihr Engagement und wünschen ihr für ihren weiteren beruflichen und persönlichen Weg alles Gute und viel Erfolg.

Erasmus+ ist das EU-Programm zur Förderung von Bildung, Jugend und Sport in Europa. Es unterstützt Auslandsaufenthalte für Studierende, Auszubildende, Schüler, Lehrkräfte und Personal, um lebenslanges Lernen, Inklusion und europäische Zusammenarbeit zu stärken.

 

Bild: Erasmus+ Praktikantin Aleksandra Drgas (l.) und Anna Wrobel, Leiterin Internationales Patientenbüro im Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke Guben.

F.: DNWG/ Natalia Kujawa

 

Ankommen am neuen Arbeitsplatz ist immer spannend. Wie sind die neuen Kolleginnen und Kollegen, wie sind die Abläufe und wo bin ich hier eigentlich gelandet? Das sind Fragen, die sich am Beginn stellen. Im Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke kommt noch eine weitere Frage dazu: Was bedeutet es, bei einem christlichen Arbeitgeber beschäftigt zu sein?
Speziell um dieses Thema ging es in der vergangenen Woche beim Begrüßungstag, zu dem die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeladen waren. Erstmals führten Pfarrerin Annegret Winkler-Nehls und Pfarrer Andreas Nehls, Referenten für die diakonisch-ethische Fortbildung im Diakonissenhaus Teltow, diesen Tag durch.

Nach der Vorstellung des Unternehmensverbunds, erhielten die Mitarbeitenden eine Einführung in die ethischen Grundhaltungen und das Seelsorgekonzept, erkundeten das Gelände bei einem Spaziergang und schauten bei der technischen Führung hinter die Kulissen. Die morgendliche Andacht, das Mittagsgebet und die Beschäftigung mit der Geschichte des barmherzigen Samariters bildeten den geistlichen Rahmen.

Dazwischen blieb genügend Zeit, sich auch gegenseitig kennenzulernen.

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Einen abwechslungsreichen Tag erlebten die neuen Mitarbeitenden gemeinsam mit Pfarrer Andreas Nehls (11. v.l.) und Pfarrerin Anne Winkler-Nehls (r.)  F.: DNWG/Markus Müller

Als Dr. Bernd Domke zum wöchentlichen Dienst in das Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke  kam, erwartete ihn bereits das Team der Anästhesie mitsamt der Chefärztin, denn es gab etwas zu feiern. Der erfahrene Arzt konnte Anfang des Jahres 15-jähriges Dienstjubiläum nach Renteneintritt begehen – ein Jubiläum der ganz besonderen Art.

Einen Tag in der Woche führt er eine Anästhesie-Sprechstunde durch und, wie Chefärztin Dr. Martina Schmidt-Reimer betont: „Wir sind sehr froh, dass wir ihn haben.“

Dr. Domke berät die Patientinnen und Patienten vor der geplanten Operation und klärt sie über den Ablauf und die geeignete Art der Anästhesie auf. Im OP selbst nimmt er nicht mehr aktiv an den Operationen teil. An seiner fachlichen Qualifikation besteht kein Zweifel, denn er hält sich weiterhin auf dem Laufenden, was die Neuerungen in seinem Fachbereich betrifft, und nimmt an entsprechenden Fortbildungen teil.

Er ist für viele Gubenerinnen und Gubener sozusagen eine „feste Größe“ in ihrem Krankenhaus. In seiner aktiven Zeit als Anästhesist war er 30 Jahre lang leitender Chefarzt des Hauses. Er hat die Abteilung Anästhesie aufgebaut und zeitweise fünf Anästhesisten beschäftigt. Wichtig war ihm auch immer die gute fachliche Ausbildung des Pflegepersonals.

Als er in Rente ging, war schnell klar, dass man nicht so einfach auf ihn verzichten wollte. Und so wurde Dr. Domke gebeten, weiterhin Sprechstunden in reduziertem Umfang durchzuführen. Diese Lösung kam auch ihm sehr entgegen, zumal das Rentnerleben, das stellte sich für den gebürtigen Gubener schnell heraus, sein Leben nicht ausfüllte. So ergab sich durch die Vereinbarung sozusagen eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Die persönliche Bindung zu  Krankenhaus und Personal ist auch heute nach all den Jahren immer noch eng. Patientinnen und Patienten kennen ihn und schenken ihm ihr Vertrauen.

Dass diese Lösung auch nach 15 Jahren noch funktioniert, freut ihn und auch die Geschäftsführung. „Unabhängig vom Fachkräftemangel, ist es immer gut erfahrene Kolleginnen und Kollegen  im Haus zu halten. 40 Jahre Berufserfahrung sind durch nichts zu ersetzen“, stellt Andreas Mogwitz, Geschäftsführer des Krankenhauses, fest.
„Ich bekomme einen Durchhalteorden“, lacht Dr. Domke. „Solange Bedarf da ist und ich gesund bin, bleibt es dabei. Das Wichtigste ist, dass wir für die Patienten da sind.“

In der Lausitz wechseln die Mehrheitsanteile an der Lausitz Klinik Forst vom Klinikum Ernst von Bergmann auf das Diakonissenhaus Teltow. Seit Mai 2014 war die Lausitz Klinik Forst und das angeschlossene Lausitz MVZ Forst Teil der Ernst von Bergmann-Gruppe. Die Forster Klinik wurde durch die Klinikum Ernst von Bergmann gGmbH als Mehrheitsgesellschafterin (51 Prozent) gemeinsam mit der Stadt Forst (49 Prozent) betrieben. Mit Wirkung zum 01. April.2026 veräußert das Klinikum Ernst von Bergmann nun seine Geschäftsanteile an die Stiftung Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin. Der Gesellschafterwechsel hat keine Auswirkungen auf das medizinische Leistungsspektrum der Lausitz Klinik.

 

Die Lausitz Klinik Forst ist ein Krankenhaus der Grundversorgung. Es stehen knapp 200 Betten sowie eine Zentrale Notaufnahme für die wohnortnahe Versorgung von Patienten und Patientinnen im Spree-Neiße-Kreis zur Verfügung. Die Lausitz Klinik fokussiert sich neben der stationären Geriatrie und Inneren Medizin vermehrt auf ambulante operative Eingriffe. Sie kooperiert mit der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem in den Bereichen Urologie, Schlaganfallversorgung sowie Wirbelsäulenchirurgie. Die Klinik ist zudem als Teil der Modellregion Gesundheit Lausitz in digitale Prozesse und innovative IT-Lösungen eingebunden. Mit dem Diakoniekrankenhaus Naëmi-Wilke-Guben, das bereits seit Mai 2025 Teil des Unternehmensverbundes Diakonissenhaus Teltow ist, bestehen bereits heute enge Kooperationen.

 

Das Diakonissenhaus Teltow ist ein diakonischer Unternehmensverbund in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt mit mehr als 4.200 Mitarbeitenden. Zum Unternehmensverbund gehören fünf weitere Krankenhäuser, eine Klinik für geriatrische Rehabilitation, medizinische Versorgungszentren, vollstationäre, teilstationäre und ambulante Altenhilfeeinrichtungen, stationäre Hospize, ein ambulanter Hospizdienst, Wohnangebote für Menschen mit geistiger Behinderung, eine Werkstatt für behinderte Menschen, Kindergärten, eine Förderschule sowie eine Grundschule.

In der Lausitz ist der Unternehmensverbund mit dem Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke Guben sowie in Luckau mit dem Evangelischen Krankenhaus, einem Kindergarten, Wohnangeboten für Menschen mit Behinderung sowie einem Hospiz vertreten.

 

Tomislav Gmajnic, Geschäftsführer Klinikum Ernst von Bergmann: „Die Entscheidung zum Verkauf unserer Anteile an der Lausitz Klinik Forst fiel uns nicht leicht und wurde im Rahmen des nötigen Sanierungskurses des Klinikum EvB getroffen. Wir freuen uns umso mehr, dass das Evangelische Diakonissenhaus unsere Anteile an der Lausitz Klinik Forst übernimmt und die medizinische Versorgung der Menschen vor Ort gewährleistet.“

Jens Handreck, Verwaltungsvorstand für Finanzen und Sicherheit sowie Gesellschaftervertreter der Stadt Forst: „Für uns hat der Erhalt der Lausitz Klinik Forst als Krankenhaus der Grundversorgung oberste Priorität. Deshalb begrüßen wir es sehr, dass das Diakonissenhaus Teltow mit seinem klaren Bekenntnis zur Lausitz unser neuer Partner für die medizinische Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger ist. Wir haben eine sehr gute Klinik mit tollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, denen durch die Übernahme der Anteile vom Klinikum Ernst von Bergmann eine Perspektive für ihr weiteres berufliches Handeln hier in Forst gegeben wird.“

Prof. h.c. (BUK) Hans-Ulrich Schmidt, Kaufmännischer Vorstand des Unternehmensverbunds Diakonissenhaus Teltow: „Der Standort Lausitz Klinik steht vor großen Herausforderungen in der Transformation durch die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen und benötigt einen verlässlichen, regional denkenden Partner. Wir als Diakonissenhaus Teltow übernehmen Verantwortung für eine moderne, verlässliche und wohnortnahe Versorgung. Gerade die Standorte Forst und Guben können sich nahezu ideal medizinisch ergänzen. Die Stadt Forst und die Verantwortlichen des Klinikum Ernst von Bergmann haben diesen Prozess sehr konstruktiv unterstützt. Forst bleibt damit ein starker Gesundheitsstandort in der Lausitz.“

Brigitte Meier, Vorsitzende des Aufsichtsrates des Klinikum EvB und der Lausitz Klinik Forst sowie Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit der Stadt Potsdam: „Die Abgabe der Gesellschafteranteile des Klinikums EvB am Lausitz Klinikum Forst an das Diakonissenhaus Teltow ist ein richtiger und konsequenter Schritt als Folge der Krankenhausreform. Der Standort bleibt als Gesundheitsstandort mit dem Schwerpunkt Geriatrie erhalten. Die maßgeblichen Synergien ergeben sich vor Ort mit dem Krankenhaus in Guben. Ich wünsche dem Lausitz Klinikum Forst für die Zukunft alles Gute.“

 

Auf dem Foto: (v.l.) Andreas Mogwitz (Geschäftsführer Lausitz Klinik Forst), Tomislav Gmajnic (Geschäftsführer Klinikum Ernst von Bergmann), Pfarrer Matthias Blume (Theologischer Vorstand und Vorstandsvorsitzender Diakonissenhaus Teltow), Prof. h.c. (BUK) Hans-Ulrich Schmidt (Kaufmännischer Vorstand Diakonissenhaus Teltow), Jens Handreck (Verwaltungsvorstand für Finanzen und Sicherheit sowie Gesellschaftervertreter der Stadt Forst)

Copyright | Fotohinweise: © KlinikumEvB 2026

Stichworte: Sichere Geburt, Agnes2 – Primärversorgungszentrum, Ärztenachwuchs

Tradition und Innovation zeichnen die Krankenhäuser in Forst und Guben aus. Davon überzeugte sich am vergangenen Mittwoch, 18. März, Martin Heusler,  CDU–Kandidat für die Landratswahl im Landkreis Spree-Neiße. Geschäftsführer Andreas Mogwitz freute sich über sein Interesse und berichtete gern über zwei Projekte, die zurzeit in Planung sind und über ein Projekt, das schon sehr gut läuft.

Stichwort „Sichere Geburt“
Eine fachkundige Betreuung vor Ort und eine medizinische optimal abgesicherte Geburt, das wünschen sich werdende Eltern in der Region. In der Lausitz Klinik Forst ist derzeit ein Projekt in Planung, das genau diese Ansprüche erfüllt. Vor und nach der Geburt soll die Betreuung von Mutter und Kind mit Hebammen und Ärzten in der Lausitz Klinik bzw. dem angeschlossenen medizinischen Versorgungszentrum erfolgen, zur Geburt selbst fahren die Schwangeren in die Medizinische Universitätsklinik Lausitz Carl Thiem (MUL-CT) in Cottbus. So ist gewährleistet, dass die Schwangeren eine wohnortnahe, aber auch medizinisch optimale Versorgung erhalten. Ziel ist es, dieses organisierte Versorgungsangebot im Laufe dieses Jahres auf die Beine zu stellen.

Stichwort „Agnes2“ – Primärversorgungszentrum
Eine gute Gemeindeschwester ersetzt nicht den Arzt, aber sie bietet eine hervorragende Unterstützung und Entlastung. Sie kennt die Bedürfnisse der Patienten und Patientinnen vor Ort, hält den Kontakt zu Hausarzt oder -ärztin und weiß, wann der gesundheitliche Zustand einen Besuch in der Praxis erfordert. Für den Aufbau dieses Gesundheitsnetzwerkes, das über Jahre angelegt ist, wünscht sich Geschäftsführer Mogwitz unter anderem die Unterstützung des Landkreises. Aktuell laufen bereits Gespräche über die Modellregion mit der Medizinische Universität Lausitz-Carl Thiem zur Entwicklung eines Primärversorgungszentrums für die Stadt Forst und die umliegenden Ortschaften.

Stichwort „Ärztenachwuchs“
„Wir machen Lausitzer Schülerinnen und Schüler fit für das Medizinstudium“, das ist das Motto des Vereins „GesundheitsCampus Lausitz“. Schon 30 junge Menschen aus der Region nehmen daran teil und die ersten werden im Herbst ihr Medizinstudium beginnen und sich dafür auch in Cottbus bewerben. Der Verein wird von Anfang an vom Landkreis Spree Neiße finanziell unterstützt, wofür Andreas Mogwitz als Vorsitzender sehr dankbar ist. Für dieses Herzensprojekt sicherte Martin Heusler im Gespräch die volle Unterstützung zu. „Im besten Fall studieren die jungen Leute hier, verlieben sich in die Region und bleiben. Weil wir gezielt Lausitzer Schülerinnen und Schüler unterstützen ist die finanzielle Beteiligung des Landkreises absolut gerechtfertigt“.

Martin Heusler hatte sich aber auch schon vor dem Besuch in der Lausitz Klinik seine Gedanken zu den angesprochenen Themen gemacht. Gerade die Betreuung der werdenden Mütter liegt dem dreifachen Familienvater am Herzen und auch die Versorgung der Menschen in den ländlichen Gebieten. „Es freut mich, dass wir hier ähnlich denken“, bestätigt er. „Wir machen hier Zukunft, hier in unserer Heimat.“

Als dritter Gesprächspartner nutzte Markus Müller, Rektor des Naëmi-Wilke-Stifts in Guben und Vorsitzender des Regional Diakonischen Werkes Spree Neiße / Cottbus, die Gelegenheit, auf die neun großen Diakonischen Unternehmen hinzuweisen, die in der Region vielfältige soziale Aufgaben übernehmen – vom Kindergarten bis zur Altenpflege. „Die Diakonie erfüllt hier wertvolle Aufgaben und arbeitet gut mit dem Landkreis zusammen“,  so Müller. Martin Heusler, der als Mitglied im Finanzausschuss des Kreistages mit der Thematik vertraut ist, nickt auch hier anerkennend. „Die Diakonie verfügt über gute Fachleute. Es muss nicht alles der Staat übernehmen.“

Andreas Mogwitz
Geschäftsführer Lausitz Klinik Forst / Diakoniekrankenhaus Naemi Wilke Guben

Auf dem Foto:
Andreas Mogwitz, Markus Müller, Martin Heusler (v.l.)
F.: Lausitz Klinik Forst / Renate Kulick-Aldag

Es ist eine feste Tradition, das Frühlingskonzert des Stadtchors Guben im Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke. Bereits zum 15. Mal gastieren die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Halina Nodzak im „Weiten Raum“. Das Programm mit schwungvollen Lieder, die auf den Frühling einstimmen, ergänzen Schülerinnen der Musikschule Gubin mit eigenen Beiträgen unter der Leitung von Beata Teclawjo und Jozef Storto.

 

Termin: Freitag, 20. März, um 16 Uhr im „Weiten Raum“

Der Eintritt ist frei.

Genau 115 Matratzen gingen kürzlich auf die Reise in die Stadt Singerei in der Republik Moldau. Es handelt sich um eine Spende für das dortige Krankenhaus, das Spitalul Rainoal. Im Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke Guben sind neue Matratzen angeschafft worden, die höheren Qualitätsanforderungen der Dekubitus-Prophylaxe entsprechen und den Patientinnen und Patienten mehr Komfort bieten. Die ausgewechselten Matratzen sind aber noch einwandfrei und können sehr gut weiter verwendet werden.

„Zu dem Regionalkrankenhaus in Singerei bestehen gute Kontakte und so können wir sicher sein, dass die Spende dort ankommt, wo sie gebraucht wird“, erklärt Pfarrer Markus Müller, Seelsorger im Diakoniekrankenhaus, der den Transport unterstützt hat.

In dem Transporter fanden außerdem einige Rollatoren und Gehböcke Platz, die von den Gubener Sozialwerken gespendet wurden.

Erzieherinnen aus Estland besuchten kürzlich den Kindergarten des Naëmi-Wilke-Stifts, um sich darüber zu informieren, wie den Kindern eine zweite Sprache vermittelt werden kann. Hier läuft zurzeit das über die Euroregion geförderte Projekt „Sprachbrücke“, in dem deutsche und polnische Kinder die jeweils andere Sprache kennenlernen. In Estland wird viel russisch gesprochen, erzählten die Erzieherinnen. Überhaupt sei das Land historisch und geografisch bedingt mit Finnisch, Schwedisch, Deutsch und Englisch vielsprachig aufgestellt. Nun gilt es, auch die estnische Sprache wieder zu fördern.

Die Besucherinnen nahmen an einer Unterrichtsstunde teil, erfuhren im Gespräch einiges über Theorie und Praxis und besichtigten die kindgerecht eingerichteten Räume, wobei die hoch angebrachten Türklinken für Belustigung sorgten.

 

Besucherinnen aus Estland mit u.a. Rektor Müller und Kitaleiterin Daniela Stachetzki (r.)

 

Lustig, die hoch angebrachten Türklinken

 

Hygiene muss sein.

 

Die Fuchsgruppe beim Unterricht mit Joanna Czasnojc …und die Erzieherinnen schauen zu.