Über Nacht hatte die alte Linde im Hof des Kindergartens der Naëmi-Wilke-Stiftung wieder „geblüht“: Zwischen ihren Ästen hingen bunt gefüllte Zuckertüten – ein besonderer Abschiedsgruß für die 13 Kinder der Fuchsgruppe, die nach den Sommerferien in die Schule starten.
Mit dem traditionellen Zuckertütenfest verabschiedeten sich die zukünftigen Schulkinder von ihrer Kindergartenzeit. Ein besonderer Moment voller Freude, Stolz und auch ein bisschen Wehmut.
Der Abschied begann bereits einige Tage zuvor: Gemeinsam mit ihren Erziehern verbrachten die Mädchen und Jungen zwei erlebnisreiche Tage beim Tauchclub am Pinnower See. Spielen, Baden, Entdecken und viele gemeinsame Erlebnisse machten diese Zeit zu einem besonderen Abschluss ihrer Kindergartenjahre.
Kitaleiterin Daniela Stachetzki betonte, wie bedeutend dieser Tag für die Kinder, aber auch für die Erziehern ist: Es sei ein Abschied, gleichzeitig aber auch ein neuer Anfang. Zum Fest gehörten viele liebevolle Überraschungen. Die Kinder der Igel-, Hasen- und Bärchengruppe verabschiedeten die Großen mit Liedern und selbst gebastelten Geschenken.
Ein herzliches Dankeschön richtet Daniela Stachetzki an die Unterstützer des Zuckertütenfestes. Die EVG Guben, die Stadtapotheke und die Sparkasse haben mit ihrem Engagement dazu beigetragen, den Kindern einen unvergesslichen Abschied zu bereiten.
Mit vielen Erinnerungen und einer großen Portion Vorfreude im Gepäck blicken die 13 Vorschulkinder nun ihrem ersten Schultag entgegen.
Wer sein eigenes Kindergartenabenteuer noch beginnen möchte, hat dazu Gelegenheit: Im Kindergarten der Naëmi-Wilke-Stiftung sind aktuell noch Betreuungsplätze frei. Interessierte Eltern können sich jederzeit über das Angebot informieren und ihre Kinder anmelden.
Drei Ärzte traten am 1. Juli ihren Dienst im Diakoniekrankenhaus Guben und in der Lausitz Klinik Forst an.
Dr. med. Christian Wintzer (55) ist der neue Chefarzt der Gefäßchirurgie im Gubener und im Forster Krankenhaus. Der gebürtige Rheinländer hat nach Stationen in Norddeutschland und Berlin viel vor in der Oder-Neiße-Region. „Ich möchte schnell mit den niedergelassenen Kollegen in Kontakt kommen und die Chancen im Krankenhausverbund nutzbar machen“, bekräftigt er. Dazu gehört zum Beispiel die moderne Angiografie-Technik, die im OP-Zentrum der Lausitz Klinik vorhanden ist. Gemeinsam mit den Spezialisten der Medizinischen Universität Lausitz in Cottbus möchte er auch größere Operationen, etwa an der Halsschlagader anbieten, und möglichst gemeinsame Forschungsprojekte anstoßen. Die Gefäßmedizin stellt auch eine Schlüsselversorgung für andere Krankheitsbilder dar, sei es Diabetes, Nierenerkrankungen oder Wundheilungsstörungen. „Der Körper braucht eine funktionierende ´Infrastruktur´, damit alle Organe zuverlässig versorgt werden. Eine gute Blutversorgung ist entscheidend für Leistungsfähigkeit und Genesungsprozesse.“

Dr. med. Christian Wintzer
Die Radiologischen Abteilungen in Forst und Guben haben einen neuen Chefarzt: Mathias Böttcher (46) übernimmt die Verantwortung für beide Abteilungen. Der gebürtige Berliner und leidenschaftliche Radfahrer wird hierfür auch seinen Wohnsitz nach Forst verlegen. Zuletzt leitete er über zehn Jahre die Radiologische Praxis in einer der größten Polikliniken Deutschlands im Norden Berlins. Nun freut sich der versierte Interventionsradiologe insbesondere auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den stationären und ambulanten Kollegen unserer Region und möchte zügig eine radiologische Weiterbildung in Forst etablieren. Daneben wird er die bewährte Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem fortführen und sieht in der aktuellen Phase der Transformation des Gesundheitswesens neben allen Herausforderungen auch viel Potenzial zur Gestaltung der Gesundheitsstandorte Forst und Guben. Die Verstärkung im Bereich der Radiologie wird für dieses Jahr zu einen deutlich erhöhten diagnostischen Angebot für Patienten in der Neiße-Region führen.

Mathias Böttcher
Dr. med. Piotr Palaszkiewicz (58) ist der neue leitende Oberarzt in der Abteilung Anästhesie in Guben. Im Dienst wird er auch in der Lausitz Klinik tätig sein, doch sein Arbeitsschwerpunkt liegt in Guben. Der Facharzt für Anästhesie verfügt über die Zusatzbezeichnung Intensivmedizin und Notfallmedizin und ist als OP-Manager zertifiziert. Seit 2007 ist der gebürtige Pole in Deutschland tätig, erst in Sachsen, dann fast sieben Jahre in einer Klinik in Oberammergau, wo er sich auf die periphere Regionalanästhesie spezialisierte und bei rund 10.000 durchgeführten Verfahren reichlich Erfahrung sammeln konnte. Diese Kompetenz unterstützt zukünftig den Ausbau von Versorgungsleistungen im Bereich des Bewegungsapparates, wo Teilnarkosen von Körperregionen wie Armen und Beinen eine besondere Rolle spielen. Bevor er nach Guben wechselte, arbeitete er als Oberarzt in Neuburg an der Donau. Der erste Eindruck vom Diakoniekrankenhaus ist überaus positiv. „Dies ist kein kleines grundversorgendes Basis-Krankenhaus“, stellt er fest. „Ich bin überrascht von dem breiten Behandlungsspektrum und sehe großes Potential.“

Dr. med. Piotr Palaszkiewicz
Geschäftsführer Andreas Mogwitz: „Die Besetzung unserer Positionen mit hocherfahrenen und spezialisierten Kollegen macht uns sehr stolz und zeigt, wie attraktiv die medizinischen Arbeitsplätze bei uns im Unternehmensverbund sind. Aber auch die Attraktivität der Lausitz, außerhalb der Großstädte nimmt immer mehr zu. Danke auch an die Mannschaften an beiden Standorten. Neue Mitarbeiter zu gewinnen ist immer ein Verdienst aller Beteiligten im Unternehmen.“
Die vierte im Bunde ist Prof. Dr. med. Anke Steinmetz. Sie wird ab August den Bereich Akut-/Frührehabilitation verantworten. Zu gegebener Zeit gibt es auch dazu eine Veröffentlichung.
Agnieszka Pajer und Yvonne Rademacher sind seit Juni 2026 die neuen kaufmännischen Direktorinnen im Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke und in der Lausitz Klinik Forst. „Wir sind froh, dass wir diese wichtigen Positionen mit zwei erfahrenen Kolleginnen besetzen konnten“, bestätigt Geschäftsführer Andreas Mogwitz. „Beide kennen sich nicht nur in der Materie, sondern auch schon in den Unternehmensstrukturen aus.“
Agnieszka Pajer hatte übergangsweise für fünf Monate die kaufmännische Leitung in der Lausitz Klinik übernommen, nun wechselte sie nach Guben. Nicht nur der Weg wird kürzer durch die Doppelfunktion als Direktorin des Lutherstifts, vielmehr rückt die grenzüberschreitende Entwicklung der Standorte Frankfurt und Guben und damit der Austausch mit der polnischen Seite in ihr zukünftiges Arbeitsfeld.
Yvonne Rademacher hat bisher im kaufmännischen Bereich in Guben gearbeitet und übernimmt nun diese neue Verantwortung in Forst, gleichzeitig betreut sie die beiden ambulanten Zentren, MEG Guben und Lausitz MVZ.
Alle fünf Versorgungseinrichtungen gehören zum Unternehmensverbund Diakonissenhaus Teltow und bilden ein gemeinsames Cluster. Entsprechend arbeiten die Führungskräfte eng zusammen und stimmen sich in vielen Fragen ab. Geschäftsführer sind Andreas Mogwitz und Prof. h.c. (BUK) Hans-Ulrich Schmidt.
Agnieszka Pajer ist in Polen nahe der ukrainischen Grenze geboren und wohnt jetzt seit vielen Jahren mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf bei Frankfurt (Oder) nahe der polnischen Grenze. Bevor sie 2019 in das Gesundheitswesen wechselte, war sie elf Jahre lang in Berlin bei BASF in verschiedenen Positionen tätig und befasste sich unter anderem mit Finanzthemen und Projekten der Digitalisierung. Ihre Aufgabe in Guben geht sie engagiert an. „Das Krankenhaus in Guben hat eine lange Tradition. Wichtig ist es, das Bewährte zu erhalten und auf der anderen Seite neue Impulse zu setzen, wie z.B. die Digitalisierung und die Anpassungen an die Krankenhausreform. Wichtig ist ihr, die Mitarbeiter bei diesen Prozessen mitzunehmen. „Technologie und KI sind heutzutage unverzichtbar – ihr Mehrwert entsteht in der partnerschaftlichen Anwendung mit den Mitarbeitenden.“
Yvonne Rademacher ist in Guben geboren und in der Region aufgewachsen. Nach einem betriebswirtschaftlichen Studium und verschiedenen Stationen in Industrie und öffentlicher Verwaltung ist sie seit 2018 im Gesundheitswesen tätig. Mit Ehemann und drei Söhnen lebt Sie in der Nähe von Guben. „Die Herausforderungen im Gesundheitswesen sind groß. Umso wichtiger ist es, ein gutes Team um sich zu wissen, mit dem wir nun auch standortübergreifend Lösungen erarbeiten können.“

Agnieszka Pajer (2.v.l.) wurde in Guben herzlich begrüßt von Mitarbeitervertreter Falk Jendreyeck, Pressereferentin Renate Kulick-Aldag und Geschäftsführer Andreas Mogwitz (v.l.) Foto: DNWG/Kristin Schücke

Im Forster Krankenhaus trat Yvonne Rademacher (2.v.l.) ihren Dienst an – begrüßt von Franziska Gniozdorz, Vertreterin des Betriebsrats, Geschäftsführer Andreas Mogwitz und Büroleiterin Elisabeth Richter (v.l.). Foto: LKF/Kathrin Goldmann
Sebastian Enkerts übernimmt Geschäftsführung der MVZ und Polikliniken des Diakonissenhauses
Sebastian Enkerts übernimmt ab dem 1. Juli 2026 die Geschäftsführung der Lausitz MVZ Forst GmbH, der Medizinische Einrichtungsgesellschaft mbH Guben, der Medizinische Einrichtung gGmbH Teltow und der Johann Christian Reil gGmbH Poli Reil in Halle.
Enkerts komplettiert damit die Geschäftsführung der Gesellschaften, in denen das Diakonissenhaus Teltow seine ambulanten medizinischen Angebote organisiert. Zweiter Geschäftsführer ist jeweils der regional verantwortliche Geschäftsführer des kooperierenden Krankenhauses im Unternehmensverbund.
Sebastian Enkerts ist Wirtschaftsjurist und war mehrere Jahre als Kaufmännischer Leiter und Verwaltungsleiter für das MVZ Bitterfeld-Wolfen tätig, bevor er zum 1. März 2026 die Position des Kaufmännischen Direktors in der Poli Reil in Halle übernommen hat.
Mit seiner langjährigen Erfahrung sowie umfassenden Leitungskompetenz wird Sebastian Enkerts in seiner neuen Funktion als Geschäftsführer die ambulante medizinische Versorgung übergreifend bündeln und die vier Gesellschaften strategisch und operativ weiterentwickeln.
„Wir freuen uns sehr, Sebastian Enkerts als neuen Geschäftsführer zu begrüßen“, erklärt der Kaufmännische Vorstand des Diakonissenhauses Teltow, Prof. h.c. (BUK) Hans-Ulrich Schmidt. „Seine fundierte Expertise im Gesundheits- und Finanzmanagement sowie seine tiefen Kenntnisse der regionalen Versorgungsstrukturen machen ihn zu einer idealen Besetzung, um die ambulante Versorgung im Diakonissenhaus Teltow weiter zu stärken und zukunftsfähig zu gestalten.“
Das war ein Fest der Extreme – der Deutsch-Polnische Gesundheitstag, unser 148. Jahresfest, am vergangenen Freitag. Extreme Hitze, extremer Wolkenbruch und extrem gute Stimmung. Es begann ganz feierlich mit einem Gottesdienst, bei dem Rektor Markus Müller offiziell als Seelsorger der Krankenhäuser Guben und Forst eingeführt wurde. Und auch fünf „grüne Damen“ erhielten ihr Abschlusszertifikat.
Anerkennende Grußworte sprachen Gesundheitsdezernent Michael Koch, Gubins Vizebürgermeisterin Anna Kapela und Gubens Bürgermeister Fred Mahro.
Anschließend folgte ein fröhliches Programm mit Kindern unseres Kindergartens und eines Kindergartens aus Gubin. An 23 Ständen konnten sich die Besucherinnen und Besucher über die gesundheitlichen Angebote unseres Krankenhauses, der MEG und Partnereinrichtungen informieren. Gern genutzt wurden die Möglichkeiten zur Blutdruck- und Blutzuckermessung, Venendruckmessung, die Übungen in Erster-Hilfe, Kräuterworkshop, Führung durchs Haus, Teddyklinik, Parcours der Sinne und vieles mehr. Ein Highlight boten die Chirurgen, an einem Apparat konnte jeder ausprobieren, wie eine Laparoskopie funktioniert.
Wir danken der Euroregion Spree-Neiße-Bober für die Förderung unseres Gesundheitstages im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG VIa Brandenburg-Polen 2021-2027, das aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt wird.
Pünktlich um 17 Uhr beendete ein Wolkenbruch die Veranstaltung im Außenbereich und es ging nahtlos weiter auf der Bühne im Weiten Raum, wo die „Physikanten“ spannende Experimente vorführten. Hier danken wir für die finanzielle Unterstützung der Sparkasse Spree-Neiße und des VRK, Versicherer im Raum der Kirchen. So war der Eintritt für diese spektakuläre Show gratis.












Mit einem bunten und gut besuchten Familienfest in Gubin am 11.06.2026 ist das deutsch-polnische Projekt „Sprachbrücke Euroregion Spree-Neiße-Bober / Sprewa-Nysa-Bóbr“ feierlich zu Ende gegangen. Auch der Kindergarten der Naëmi-Wilke-Stiftung war als Projektpartner über die gesamte Laufzeit hinweg aktiv beteiligt.
Ziel des auf drei Jahre angelegten INTERREG-Projekts war es, sprachliche Barrieren im deutsch-polnischen Grenzraum nachhaltig abzubauen und die frühe Zweisprachigkeit im Vorschulbereich zu stärken. Dies wurde vor allem durch spielerische, alltagsnahe Sprachanimationen durch Muttersprachler in Kindertagesstätten sowie durch die enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit der pädagogischen Fachkräfte umgesetzt.
Beim Abschlussfest präsentierten die Kinder mit viel Freude, was sie im Projekt gelernt haben – mit Liedern, kleinen Szenen und Beiträgen in der Sprache des Nachbarn. Die Veranstaltung bot darüber hinaus ein vielfältiges Programm mit kreativen und spielerischen Angeboten und wurde zu einem lebendigen Treffpunkt für Kinder, Eltern und Projektpartner beider Seiten der Grenze.
Ein besonderer Moment war die Würdigung der beteiligten Einrichtungen sowie die Übergabe von Zertifikaten als Anerkennung für das Engagement im Projekt. Damit wurde der gemeinsame Einsatz für Mehrsprachigkeit und interkulturelles Lernen sichtbar gewürdigt.
Das Projekt wurde im Rahmen des Programms INTERREG VI A Brandenburg–Polen 2021–2027 gefördert und zeigt eindrucksvoll, wie frühe Sprachförderung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit nachhaltig wirken können.
Am 19. Juni 2026 findet auf dem Gelände des Naëmi-Wilke-Stift der „Deutsch-Polnische Gesundheitstag“ statt. Die öffentliche Veranstaltung verbindet den Tag der offenen Tür des Krankenhauses mit einem grenzüberschreitenden Gesundheits- und Familienfest für alle Generationen.
Die Veranstaltung ist in der Eurostadt Guben–Gubin seit vielen Jahren etabliert und richtet sich diesmal verstärkt an Besucher aus der gesamten Euroregion. Alle Angebote werden zweisprachig in deutscher und polnischer Sprache präsentiert.
Im Mittelpunkt stehen Information, Begegnung und Gesundheitsförderung. Besucher erhalten Einblicke in die medizinischen und therapeutischen Bereiche des Krankenhauses sowie in die Arbeit der deutsch-polnischen Kooperationspartner. Geplant sind Informationsstände, Erste-Hilfe-Angebote, Präsentationen von Rettungsfahrzeugen sowie Fachinformationen zur grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung und zur Europäischen Krankenversicherungskarte.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Ansprache junger Menschen. Im Rahmen des „Jugendforums Gesundheit“ erhalten interessierte Jugendliche Einblicke in den Krankenhausalltag, nehmen an Workshops teil und unterstützen den Gesundheitstag ehrenamtlich. Ziel ist es, junge Menschen für medizinische und soziale Berufe zu begeistern.
Begleitend entstehen zweisprachige Online-Formate wie Podcasts, Reels und ein virtueller Rundgang durch das Krankenhaus und das ambulante Gesundheitszentrum. Themen sind unter anderem Behandlungsmöglichkeiten im Nachbarland, Notfallversorgung sowie praktische Informationen für deutsche und polnische Patienten.
Neben den Gesundheitsangeboten erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Familien- und Kulturprogramm mit Mitmachaktionen, Teddyklinik, Kreativ- und Bewegungsangeboten, Kochshow, Kräuterspaziergang, Wissenschaftsshow, Hüpfburgen sowie Auftritten von Musik- und Tanzgruppen aus Guben und Gubin.
Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG VIA Brandenburg-Polen 2021-2027 gefördert.
Programmübersicht
14 Uhr
- Gottesdienst (Pfarrer Matthias Blume, Diakonissenhaus Teltow)
- Einführung von Pfarrer Markus Müller als Krankenhausseelsorger
- Grußworte der Gäste
Ab 15 Uhr
- Erste-Hilfe-Workshop für Groß und Klein
- Teddyklinik (bitte eigene Plüschtiere mitbringen)
- Infostände der medizinischen Abteilungen und Kooperationspartner
- Historische Führung durch das Krankenhaus
- Kochshow „Gesunde Ernährung“
- Kräuterspaziergang und Kräuterworkshop
- Besichtigung von Rettungsfahrzeugen
- Hüpfburgen, Riesenrutsche und Kinderschminken
- Und andere Mitmachaktionen
- Bühnenprogramm der Kinder aus Gubin und Guben
Ab 17 Uhr (Begleitveranstaltung im Weiten Raum des NWS)
- Wissenschaftsshow der „Physikanten“
Speis und Trank
- Kuchenbasar des Kindergartens
- Herzhaftes aus Krankenhaus-Küche

„Wir sind gekommen, um langfristig zu bleiben, denn uns liegt eine gute gesundheitliche Versorgung der Bürgerinnen und Bürger der Region am Herzen.“ Auf der Strategiekonferenz der Lausitz Klinik Forst und des Diakoniekrankenhauses Naëmi Wilke Guben in der vergangenen Woche erläuterte Prof. Dr. h.c. (BUK) Hans-Ulrich Schmidt die Strategie des Diakonissenhauses Teltow vor leitenden Mitarbeitenden der beiden Krankenhäuser. Er begrüßte weiterhin Gäste aus Politik und Wirtschaft, womit alle Akteure sozusagen an einem Tisch saßen – mit dem gemeinsamen Ziel einer gesicherten und modernen Gesundheitsversorgung in der Region.
Prof. Schmidt ist kaufmännischer Vorstand des Unternehmensverbunds Diakonissenhaus Teltow, zu dem unter anderem sieben Krankenhäuser und drei medizinische Einrichtungen mit mehr als 1.300 Betten plus 51 Sitze für Kassenärzte gehören; darunter die beiden Krankenhäuser in Guben und Forst sowie auch das Lutherstift in Frankfurt/Oder.
Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger, Bürgermeisterin Sabine Taubeneck, Forst, und Bürgermeister Fred Mahro, aus Guben erfuhren aus erster Hand, wie die Versorgung der immer älter werdenden Bevölkerung bei knappen Ressourcen gelingen kann. Fachkundige Referenten aus dem brandenburgischen Gesundheitsministerium, der Krankenkasse AOK Nordost und der Medizinischen Universitätsklinik Lausitz – Carl Thiem zeigten Probleme und Lösungen auf. Insgesamt ergab sich für die leitenden Mitarbeitenden ein umfassendes Bild mit guter Perspektive für den Erhalt der Standorte in Guben und Forst.
Ein wichtiges Thema ist die Vernetzung der kleineren Krankenhäuser mit dem Universitätsklinikum in Cottbus. Sebastian Scholl als Beauftragter der Modellregion Gesundheit Lausitz betonte: „Nicht nur die kleinen, auch die großen Häuser stehen vor großen Veränderungen. Wir nehmen die gemeinsame Verantwortung für die Region wahr und haben uns schon gut mit den Krankenhäusern vor Ort abgestimmt“, erläuterte er. „Als Universitätsmedizin richten wir den Fokus speziell auf die Gesundheitssystemforschung und Digitalisierung. Wir sind eine Modellregion, in der man vordenken kann und die auf europaweites Interesse stößt, denn hier wird die Gesundheitsversorgung der Zukunft erprobt und erforscht.“
Daran knüpfte Andreas Mogwitz, Geschäftsführer der Krankenhäuser in Forst, Guben und des Lutherstifts in Frankfurt/Oder an. Um in Zukunft wirtschaftlich sicher agieren zu können, werden wir nicht nur mit der Universitätsklinik kooperieren, sondern in den drei Häusern an Neiße und Oder eng zusammenarbeiten.“ Das Lutherstift ist bereits eine spezialisierte Fachklinik für Geriatrie und auch die Lausitz Klinik Forst legt hier einen Schwerpunkt. Weiterhin werden das Naëmi Wilke Stift Guben und die Lausitz Klinik Forst gemeinsame vier Behandlungszentren bilden:
– Innere Medizin mit Geriatrie und Palliativmedizin,
– Orthopädie, speziell Erkrankungen des Bewegungsapparates,
– Bauchzentrum mit Urologie für die Behandlung der Erkrankungen des Bauchens und der harnleitenden Organe,
– Gefäßchirurgie und Plastische Chirurgie.
Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin werden bereits von einer gemeinsamen Chefärztin geleitet.
Zur wirtschaftlichen Situation der Krankenhäuser sagte Andreas Mogwitz: „Im Gubener Krankenhaus ist es gelungen, nach der überstandenen Insolvenz wieder wirtschaftlich zu arbeiten. In Forst soll das medizinische Angebot der Geriatrie (Altersmedizin) um die geriatrische Rehabilitation erweitert werden, um auch dort nicht nur auf die Bedürfnisse einer alternden Gesellschaft zu reagieren, sondern auch finanziell ein Plus zu erreichen. „Wir sind auf einem guten Weg und in vielem einen Schritt voraus“, blickt er optimistisch in die Zukunft.
„Sie gehen mit der Zusammenarbeit der Standorte und der ambulant-stationären Orientierung genau den richtigen Weg und wir unterstützen Sie dabei“, stellte Michael Zaske, Abteilungsleiter im brandenburgischen Gesundheitsministerium fest. Eine reine stationäre Krankenhausreform reiche allerdings nicht aus. Es gehe um eine stimmige Gesundheitsreform. „Wir müssen alle Akteure in diesem Bereich betrachten, auch im ambulanten und kommunalen Bereich sowie in der Notfallversorgung. Die flächendeckende Grund- und Notfallversorgung muss gesichert sein. Auch jeder siebente Arbeitsplatz in Brandenburg hängt an der Gesundheit“
Eine echte Systemverbesserung mahnte Marek Rydzewski, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Nordost an. „Wie viel Gesundheit können wir uns noch leisten und wie viel Verschwendung wollen wir uns noch leisten? Wir müssen die Versorgung besser steuern, was in anderen Ländern schon gang und gäbe ist.“ Er richtete einen Appell an die Anwesenden: „Es ist wichtig, dass Patientinnen und Patienten ihre Daten im Gesundheitswesen teilen, damit alle an der Versorgung Beteiligten die Versorgung bedarfsgerecht gestalten können.“ In diesem Zusammenhang werde die AOK Nordost auch in Zukunft ein verlässlicher Partner der Krankenhäuser der Region sein.
Bildtext:
Prof. Hans-Ulrich Schmidt erläuterte die langfristigen Ziele einer modernen Gesundheitsversorgung in der Region.
F.: DNWG/Natalia Kujawa
Am 4. Mai 2026 informierten sich der Marschall der Woiwodschaft Lubuskie, Sebastian Ciemnoczołowski, sowie der Wojewode der Woiwodschaft Lubuskie, Marek Cebula, über den aktuellen Stand des INTERREG VI A-Projekts „Grenzüberschreitende Gesundheitskooperation in der Eurostadt Gubin-Guben“.
Im Rahmen des Treffens präsentierte Andreas Mogwitz, Geschäftsführer des Diakoniekrankenhauses Naëmi Wilke Guben, den aktuellen Stand des Projekts sowie Lösungsansätze für die medizinische Versorgung von Patienten auf beiden Seiten der Grenze. Vorgestellt wurden dabei sowohl die auf deutscher Seite entwickelten Regelungen für Versicherte deutscher Krankenkassen als auch Konzepte für Patienten, die in Polen über den Nationalen Gesundheitsfonds (NFZ) abgesichert sind.
Das Vorhaben zielt darauf ab, die Gesundheitsversorgung in der Eurostadt Gubin–Guben nachhaltig zu verbessern und den Bewohnern der Grenzregion einen erleichterten Zugang zu medizinischen Leistungen zu ermöglichen.
Ein zentraler Punkt des Austauschs war zudem die Gewinnung der Unterstützung des Marschalls und des Wojewoden für die Vorbereitung eines administrativen und rechtlichen Abstimmungsprozesses mit dem polnischen Gesundheitsministerium sowie dem Nationalen Gesundheitsfonds in Warschau. Damit sollen die Voraussetzungen für ein Pilotprojekt geschaffen werden, das künftig die grenzüberschreitende Durchführung und Abrechnung medizinischer Leistungen ermöglichen soll.
„Es handelt sich um ein anspruchsvolles und langfristiges Vorhaben, zugleich jedoch um eine Initiative von großer Bedeutung für die Grenzregion. Gemeinsam mit dem Wojewoden werden wir die weiteren Arbeiten an diesem Projekt aktiv unterstützen“, betonte Marschall Sebastian Ciemnoczołowski.
An dem Treffen nahmen von polnischer Seite teil:
• Sebastian Ciemnoczołowski – Marschall der Woiwodschaft Lubuskie
• Marek Cebula – Wojewode der Woiwodschaft Lubuskie
• Ewa Jaske – Direktorin des Gesundheitsdepartements
• Adriana Sarnecka – stellvertretende Direktorin des Büros für Auslandskooperation und Europäische Territoriale Zusammenarbeit
An dem Treffen nahmen auf deutscher Seite teil:
• Andreas Mogwitz – Geschäftsführer des Diakoniekrankenhauses Naëmi Wilke Guben, der Lausitz Klinik Forst sowie des Lutherstifts Frankfurt (Oder)
• Agnieszka Pajer – Finanzdirektorin des Diakoniekrankenhauses Naëmi Wilke Guben und des Lutherstifts Frankfurt (Oder)
• Agnieszka Jacob – INTERREG-Projektleiterin
• Monika Roszak – INTERREG-Projektkoordinatorin
Foto: ©lubuskie.pl / v.r. Der Marschall der Woiwodschaft Lubuskie, Sebastian Ciemnoczołowski, der Wojewode der Woiwodschaft Lubuskie, Marek Cebula, stellvertretende Direktorin des Büros für Auslandskooperation und Europäische Territoriale Zusammenarbeit, Adriana Sarnecka
Unsere polnische Erasmus+ Praktikantin Aleksandra Drgas war insgesamt zehn Monate bei uns im internationalen Patientenbüro und im Projektteam des Diakoniekrankenhauses Naëmi Wilke Guben tätig. Sie hat unsere Arbeit tatkräftig unterstützt und häufig polnische Patienten bei Arztbesuchen begleitet. Ihre Hilfe war für alle sehr wertvoll und die gemeinsame Zeit war für das gesamte Team eine große Bereicherung.
„Meine Arbeit im internationalen Patientenbüro war eine sehr bereichernde Erfahrung. Während dieser Zeit konnte ich wertvolle praktische Einblicke in den Arbeitsalltag gewinnen und meine Sprachkenntnisse im medizinischen Bereich deutlich verbessern. Besonders spannend war es, polnische Patienten zu unterstützen und interkulturelle Kompetenzen im Berufsalltag anzuwenden. Außerdem habe ich gelernt, Verantwortung zu übernehmen, im Team zu arbeiten und flexibel auf neue Situationen zu reagieren. Diese Erfahrung hat mich sowohl beruflich als auch persönlich weiterentwickelt und mir neue Perspektiven für meine Zukunft eröffnet.“
Wir bedanken uns herzlich bei Aleksandra für ihr Engagement und wünschen ihr für ihren weiteren beruflichen und persönlichen Weg alles Gute und viel Erfolg.
Erasmus+ ist das EU-Programm zur Förderung von Bildung, Jugend und Sport in Europa. Es unterstützt Auslandsaufenthalte für Studierende, Auszubildende, Schüler, Lehrkräfte und Personal, um lebenslanges Lernen, Inklusion und europäische Zusammenarbeit zu stärken.
Bild: Erasmus+ Praktikantin Aleksandra Drgas (l.) und Anna Wrobel, Leiterin Internationales Patientenbüro im Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke Guben.
F.: DNWG/ Natalia Kujawa