Ein ganz besonderes Jubiläum für Dr. Bernd Domke

30. März 2026

Als Dr. Bernd Domke zum wöchentlichen Dienst in das Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke  kam, erwartete ihn bereits das Team der Anästhesie mitsamt der Chefärztin, denn es gab etwas zu feiern. Der erfahrene Arzt konnte Anfang des Jahres 15-jähriges Dienstjubiläum nach Renteneintritt begehen – ein Jubiläum der ganz besonderen Art.

Einen Tag in der Woche führt er eine Anästhesie-Sprechstunde durch und, wie Chefärztin Dr. Martina Schmidt-Reimer betont: „Wir sind sehr froh, dass wir ihn haben.“

Dr. Domke berät die Patientinnen und Patienten vor der geplanten Operation und klärt sie über den Ablauf und die geeignete Art der Anästhesie auf. Im OP selbst nimmt er nicht mehr aktiv an den Operationen teil. An seiner fachlichen Qualifikation besteht kein Zweifel, denn er hält sich weiterhin auf dem Laufenden, was die Neuerungen in seinem Fachbereich betrifft, und nimmt an entsprechenden Fortbildungen teil.

Er ist für viele Gubenerinnen und Gubener sozusagen eine „feste Größe“ in ihrem Krankenhaus. In seiner aktiven Zeit als Anästhesist war er 30 Jahre lang leitender Chefarzt des Hauses. Er hat die Abteilung Anästhesie aufgebaut und zeitweise fünf Anästhesisten beschäftigt. Wichtig war ihm auch immer die gute fachliche Ausbildung des Pflegepersonals.

Als er in Rente ging, war schnell klar, dass man nicht so einfach auf ihn verzichten wollte. Und so wurde Dr. Domke gebeten, weiterhin Sprechstunden in reduziertem Umfang durchzuführen. Diese Lösung kam auch ihm sehr entgegen, zumal das Rentnerleben, das stellte sich für den gebürtigen Gubener schnell heraus, sein Leben nicht ausfüllte. So ergab sich durch die Vereinbarung sozusagen eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Die persönliche Bindung zu  Krankenhaus und Personal ist auch heute nach all den Jahren immer noch eng. Patientinnen und Patienten kennen ihn und schenken ihm ihr Vertrauen.

Dass diese Lösung auch nach 15 Jahren noch funktioniert, freut ihn und auch die Geschäftsführung. „Unabhängig vom Fachkräftemangel, ist es immer gut erfahrene Kolleginnen und Kollegen  im Haus zu halten. 40 Jahre Berufserfahrung sind durch nichts zu ersetzen“, stellt Andreas Mogwitz, Geschäftsführer des Krankenhauses, fest.
„Ich bekomme einen Durchhalteorden“, lacht Dr. Domke. „Solange Bedarf da ist und ich gesund bin, bleibt es dabei. Das Wichtigste ist, dass wir für die Patienten da sind.“