Stichworte: Sichere Geburt, Agnes2 – Primärversorgungszentrum, Ärztenachwuchs

Tradition und Innovation zeichnen die Krankenhäuser in Forst und Guben aus. Davon überzeugte sich am vergangenen Mittwoch, 18. März, Martin Heusler,  CDU–Kandidat für die Landratswahl im Landkreis Spree-Neiße. Geschäftsführer Andreas Mogwitz freute sich über sein Interesse und berichtete gern über zwei Projekte, die zurzeit in Planung sind und über ein Projekt, das schon sehr gut läuft.

Stichwort „Sichere Geburt“
Eine fachkundige Betreuung vor Ort und eine medizinische optimal abgesicherte Geburt, das wünschen sich werdende Eltern in der Region. In der Lausitz Klinik Forst ist derzeit ein Projekt in Planung, das genau diese Ansprüche erfüllt. Vor und nach der Geburt soll die Betreuung von Mutter und Kind mit Hebammen und Ärzten in der Lausitz Klinik bzw. dem angeschlossenen medizinischen Versorgungszentrum erfolgen, zur Geburt selbst fahren die Schwangeren in die Medizinische Universitätsklinik Lausitz Carl Thiem (MUL-CT) in Cottbus. So ist gewährleistet, dass die Schwangeren eine wohnortnahe, aber auch medizinisch optimale Versorgung erhalten. Ziel ist es, dieses organisierte Versorgungsangebot im Laufe dieses Jahres auf die Beine zu stellen.

Stichwort „Agnes2“ – Primärversorgungszentrum
Eine gute Gemeindeschwester ersetzt nicht den Arzt, aber sie bietet eine hervorragende Unterstützung und Entlastung. Sie kennt die Bedürfnisse der Patienten und Patientinnen vor Ort, hält den Kontakt zu Hausarzt oder -ärztin und weiß, wann der gesundheitliche Zustand einen Besuch in der Praxis erfordert. Für den Aufbau dieses Gesundheitsnetzwerkes, das über Jahre angelegt ist, wünscht sich Geschäftsführer Mogwitz unter anderem die Unterstützung des Landkreises. Aktuell laufen bereits Gespräche über die Modellregion mit der Medizinische Universität Lausitz-Carl Thiem zur Entwicklung eines Primärversorgungszentrums für die Stadt Forst und die umliegenden Ortschaften.

Stichwort „Ärztenachwuchs“
„Wir machen Lausitzer Schülerinnen und Schüler fit für das Medizinstudium“, das ist das Motto des Vereins „GesundheitsCampus Lausitz“. Schon 30 junge Menschen aus der Region nehmen daran teil und die ersten werden im Herbst ihr Medizinstudium beginnen und sich dafür auch in Cottbus bewerben. Der Verein wird von Anfang an vom Landkreis Spree Neiße finanziell unterstützt, wofür Andreas Mogwitz als Vorsitzender sehr dankbar ist. Für dieses Herzensprojekt sicherte Martin Heusler im Gespräch die volle Unterstützung zu. „Im besten Fall studieren die jungen Leute hier, verlieben sich in die Region und bleiben. Weil wir gezielt Lausitzer Schülerinnen und Schüler unterstützen ist die finanzielle Beteiligung des Landkreises absolut gerechtfertigt“.

Martin Heusler hatte sich aber auch schon vor dem Besuch in der Lausitz Klinik seine Gedanken zu den angesprochenen Themen gemacht. Gerade die Betreuung der werdenden Mütter liegt dem dreifachen Familienvater am Herzen und auch die Versorgung der Menschen in den ländlichen Gebieten. „Es freut mich, dass wir hier ähnlich denken“, bestätigt er. „Wir machen hier Zukunft, hier in unserer Heimat.“

Als dritter Gesprächspartner nutzte Markus Müller, Rektor des Naëmi-Wilke-Stifts in Guben und Vorsitzender des Regional Diakonischen Werkes Spree Neiße / Cottbus, die Gelegenheit, auf die neun großen Diakonischen Unternehmen hinzuweisen, die in der Region vielfältige soziale Aufgaben übernehmen – vom Kindergarten bis zur Altenpflege. „Die Diakonie erfüllt hier wertvolle Aufgaben und arbeitet gut mit dem Landkreis zusammen“,  so Müller. Martin Heusler, der als Mitglied im Finanzausschuss des Kreistages mit der Thematik vertraut ist, nickt auch hier anerkennend. „Die Diakonie verfügt über gute Fachleute. Es muss nicht alles der Staat übernehmen.“

Andreas Mogwitz
Geschäftsführer Lausitz Klinik Forst / Diakoniekrankenhaus Naemi Wilke Guben

Auf dem Foto:
Andreas Mogwitz, Markus Müller, Martin Heusler (v.l.)
F.: Lausitz Klinik Forst / Renate Kulick-Aldag