Naemi-Wilke-Stift Guben
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Naemi-Wilke Stift Guben
Dez18

Wilke Stift im Zeichen von Weihnachten und Corona

Veröffentlicht: 18. Dezember 2020

Der Herrnhuter Stern begrüßt die Gäste des Naëmi-Wilke-Stifts in der Weihnachtszeit

Guben, 16. Dezember 2020. Überall leuchten in der Adventszeit die Weihnachtssterne und Tannenbäume wie jedes Jahr. Doch in diesem Jahr ist aufgrund der Corona-Pandemie sehr Vieles anders. Im Landkreis haben die Corona-Infektionen Höchststände erreicht. Das spüren wir auch im Krankenhaus. War die erste Welle im Frühjahr bei uns so gut wie nicht zu spüren, leiden die Menschen in der Lausitz zurzeit umso mehr. Auch im Wilke Stift werden seit Oktober durchgehend COVID-19 Patienten versorgt. Es werden leider zunehmend mehr. 

In den regelmäßigen Lagebesprechungen aller Verantwortungsträger, die mehrmals wöchentlich stattfinden, wird der Lage entsprechend die sicherste Versorgung und Behandlung von Patienten abgestimmt. Alles beginnt mit den vorsorglichen Testungen der Patienten bei ihrer Ankunft. Es folgt die sichere Unterbringung zunächst möglichst in Einzelzimmern, bis die Testergebnisse vorliegen. Auch das Personal wird regelmäßig getestet. Alle besonderen Hygienemaßnahmen und Testkonzepte werden ständig mit dem Gesundheitsamt abgestimmt. Wichtig ist allen Verantwortlichen, dass das Naëmi-Wilke-Stift die medizinische Versorgung der Notfallpatienten und der akut Erkrankten in unserer Stadt und Region jederzeit absichern kann. Unser umfassendes Hygienekonzept soll für ein hohes Maß an Sicherheit bei der Betreuung unserer Patienten dienen. Alle nicht akut notwendigen Operationen müssen in der nächsten Zeit leider verschoben werden. Die Klinikleitung steht im ständigen Austausch mit den Nachbarkrankenhäusern. Auf diese Weise wird bei der gegenwärtigen Krisenlage gegenseitige Entlastung und Unterstützung organisiert.
Da über Weihnachten noch keine Erleichterung der Situation erwartet werden kann, soll eine Station komplett für die Versorgung von COVID-19-Patienten bereitgestellt werden. Schon jetzt ist absehbar, dass die Mitarbeitenden über die Feiertage und den Jahreswechsel keine Entlastung spüren werden. Wir hoffen, dass sie gesund bleiben und möglichst wenige krankheitsbedingt ausfallen.
Wir versuchen, in diesen Tagen trotz aller Anspannung Patienten und Mitarbeitenden in der Adventszeit kleine Freuden zu bereiten, ob nun durch Bläsermusik auf dem Stiftsgelände oder durch weihnachtliche Weisen, die auf den Stationen am 4. Advent durch Drehorgelmusik dargeboten werden.

Der große Weihnachtswunsch des Stiftsvorstands ist, dass sich die Bevölkerung an die Kontaktbeschränkungen hält, dass die Infektionszahlen bald sinken, und auch die Mitarbeitenden, Ärzte und Pflegekräfte, Entlastung erfahren. Uns begleitet die Weihnachtsbotschaft. Sie lautet: Fürchtet euch nicht! Mit dieser Botschaft im Rücken freuen wir uns, trotz aller Anspannung, doch auf die Weihnachtstage.

Wir hoffen und wünschen uns und allen Menschen unserer Region ein gesegnetes frohes Weihnachtsfest und einen behüteten Jahreswechsel.
Pfr. Markus Müller, Rektor