Naemi-Wilke-Stift Guben
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Naemi-Wilke Stift Guben
Apr21

"Wenn die Trauer zu groß ist.." - Bildung einer Trauergruppe

Veröffentlicht: 21. April 2010

Wer um Menschen trauert, fühlt sich oft unverstanden und einsam. Es fällt schwer, wieder einen Sinn für das veränderte Leben zu finden. Verwandte und Freunde können helfen, doch manchmal ist das nicht genug.

Der Krankenhausseelsorger im Naemi-Wilke-Stift in Guben bietet Menschen, die einen nahen Verwandten verloren haben, Hilfe zur Bewältigung ihrer Trauer an. Nach einem Informationsabend am 10.Februar 2010 kommt es jetzt zu einem ersten Treffen einer Trauergruppe am 11. Mai 2010 um 19.00 Uhr im Nebenraum der Krankenhausseelsorge im Naemi-Wilke-Stift (Folgen Sie dazu bitte der Ausschilderung: Lesecafe und Krankenhausseelsorge).

In der Trauergruppe ist Raum und Zeit

  • für Gespräche und Austausch untereinander
  • zur Stille und Besinnung
  • für einen geschützten Gesprächsrahmen
  • für professionelle Begleitung durch einen Seelsorger und Lebensberater

Es liegen für die Trauergruppe bereits feste Anmeldungen vor. Die Gruppe ist aber offen für jederfrau/man. Wichtig ist die Grunderfahrung der Trauer.

Zunächst wird in der Trauergruppe kein Unterschied gemacht im Blick auf die Stärke der Betroffenheit und die Trauersituation. So können Menschen mit den verschiedensten Verlusterfahrungen in diese Gruppe kommen: Tod des Partners, Tod eines Elternteiles, Tod von Geschwistern, Tod eines Freundes, Tod eines Kindes…

Offen bleibt, ob eine eigene Trauergruppe für den notvollen Fall des Todes eines kleinen Kindes gemacht werden wird. Das wird vom Bedarf abhängen.

In diesem ersten Gruppentreffen am 11. Mai 2010 wird es um ein Kennenlernen und Informationen gehen, aber auch um gemeinsame Entscheidungen über Termine und die Häufigkeit der Gruppentreffen.

Peter Wroblewski
Krankenhausseelsorger und Lebensberater