Naemi-Wilke-Stift Guben
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Naemi-Wilke Stift Guben
Feb22

Gute Erfahrungen mit AstraZeneca-Impfstoff

Veröffentlicht: 22. Februar 2021

Corona-Schutzimpfung im Naëmi-Wilke-Stift

Als erste Klinik Brandenburgs hat das Naemi-Wilke-Stift in Guben am 18. Februar 2021 190 Mitarbeitende mit dem Vakzin von AstraZeneca geimpft – mit hoher Impfbereitschaft und geringen Nebenwirkungen.

.Von den jüngsten öffentlichen Vorbehalten gegen den Impfstoff von AstraZeneca ließen sich die Corona-erfahrenen Mitarbeitenden des Naemi-Wilke-Stiftes nicht beeindrucken. Mit der ersten Lieferung des Impfstoffs in Brandenburg ließen sich 190 Mitarbeiter des Gubener Krankenhauses, Rettungsdienst und regionaler Arztpraxen jetzt gegen Covid19 schützen.

„Wir haben als Primärversorger eine hohe Verantwortung für die Sicherstellung der medizinischen Versorgung in der Region, deshalb wollten wir diese Impfchance unbedingt nutzen!“, sagte Rektor Markus Müller. Oberarzt und Impfkoordinator Oliver Mattig ergänzt: „Den Impfstoff ablehnen und dann ungeschützt in eine möglich dritte Welle zu gehen, das kann ich als Arzt nicht vertreten.“ Zudem verweist er auf die Studienergebnisse, nach denen der AstraZeneca-Impfstoff schwere Krankheitsverläufe fast zu 100% verhindere und auch das Risiko einer milden Infektion deutlich unter das bei Ungeimpften senke.  

Im Blick auf die Nebenwirkungen der Impfung zieht man im Stift eine positive Bilanz. Entgegen den Erwartungen berichteten nur etwa 10 Prozent der Geimpften von grippeähnlichen Symptomen und mussten am Folgetag zur Erholung zu Hause bleiben. Verwaltungsdirektor Andreas Mogwitz mag deshalb die Zurückhaltung mit Blick auf den Impfstoff nicht nachvollziehen: „Der Impfstoff ist aus unserer Erfahrung verträglicher als die klassischen Grippe-Impfstoffe. Wer AstraZeneca ablehnt hat den Ernst der Lage nicht verstanden.“  

Mogwitz erinnert in diesem Zusammenhang an den enormen Einsatz der Mitarbeitenden bei Versorgung von bislang mehr als 140 Covid-Patienten im Stift. „Diese Herausforderung hat im Stift bleibende Eindrücke hinterlassen“ und habe gezeigt, dass die Schwere der Krankheitsfolgen von SARS-COV-2 mögliche Impfnebenwirkungen bei Weitem überwiegt. „Unseren Mitarbeitern gebührt hier höchster Dank und Respekt“, so Mogwitz. Nach dem persönlichen Einsatz unter belastenden Arbeitsbedingungen während der zweiten Welle, ist „die Lebensgefahr durch COVID19 erstmal gebannt.“ Dennoch werde man selbstverständlich an den aktuellen Hygienestandards uneingeschränkt festhalten.