Naemi-Wilke-Stift Guben
©
Naemi-Wilke Stift Guben
Dez03

60 Jahre Brot für die Welt Empfang und Eröffnungsgottesdienst

Veröffentlicht: 03. Dezember 2018

Jubiläumsempfang in Berlin.

Anlässlich des Jubiläums in Berlin nahmen auch Rektor Pfarrer Stefan Süß und Pfarrer Markus Müller aus dem Naemi-Wilke-Stift an den Veranstaltungen teil.

„Unter dem Motto „Brot für die Welt“ riefen evangelische Landes- und Freikirchen am 12. Dezember 1959 in der Berliner Deutschlandhalle zu Spenden für die weltweit Hungernden auf. Innerhalb weniger Wochen kamen 19 Millionen Mark aus Ost- und Westdeutschland zusammen. Damit war die erste Aktion von Brot für die Welt die bis dahin erfolgreichste Sammlung der evangelischen Kirchen. Dieser große Zuspruch führte zur Gründung von Brot für die Welt.

An diesem Sonntag startet das evangelische Hilfswerk die 60. bundesweite Spendenaktion im Advent mit einem Fernsehgottesdienst aus Stuttgart in das Jubiläumsjahr.“, heißt es in der Pressemitteilung von Brot für die Welt.  

Aus diesem besonderen Anlass fand am 28.11.2018 im Deutschen Theater in Berlin der Empfang von Brot für die Welt statt. In einem bunten Reigen aus Musik, Kurzfilmen, Interviews wichtiger Personen aus weltweiten Partnerorganisationen und in Anwesenheit ranghoher politischer Vertreter wie der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck mit seiner Frau und dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit Gerd Müller (CSU) wurde ein kurzweiliger Abend durch das ZDF moderiert.  

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hob bereits bei der Pressekonferenz am 27.11.2018 in Berlin hervor: „Die erste Spendenaktion von Brot für die Welt wurde 1959 ins Leben gerufen, um eine große Hungersnot in Indien zu überwinden. Seither leistet das kirchliche Hilfswerk weltweit unverzichtbare Arbeit zur Unterstützung notleidender Menschen. Denn jeder Mensch hat Anspruch auf ein Leben in Würde, frei von Hunger, Gewalt und Elend.“ Er fügte hinzu: „Um in akuten Krisen oder Konflikten selbst in den entlegensten Regionen mit Hilfe vor Ort zu sein, nehmen die einheimischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oftmals auch große persönliche Gefahren auf sich.

Ich danke Brot für die Welt für diesen unermüdlichen Einsatz und gratuliere sehr herzlich zum 60-jährigen Jubiläum. Ich freue mich, mit Brot für die Welt einen starken und so erfahrenen Partner an unserer Seite zu haben.“  

„Der Anteil der Menschen an der Weltbevölkerung, die Hunger leiden, ist zwar in den letzten 60 Jahren deutlich zurückgegangen. Doch wir sehen mit Sorge, dass die Zahl der Hungernden nun zum zweiten Mal in Folge wieder angestiegen ist“, sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, die Präsidentin von Brot für die Welt. …

Wir brauchen eine gerechte Verteilung der Ressourcen und eine abgestimmte Außen-, Wirtschafts-, Handels- und Klimapolitik, die den Schutz der Menschenrechte ebenso wahrt, wie den Erhalt unserer natürlichen Ressourcen“, sagt Füllkrug-Weitzel.  

Die Überwindung von Hunger und Armut gehört zu den Schwerpunkten von Brot für die Welt, ebenso wie die Stärkung von Bildung und Gesundheit sowie der Einsatz für den Erhalt der Umwelt und die Wahrung der Menschenrechte.Die Hilfe wurde von Beginn an mit Partnerorganisationen vor Ort nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ umgesetzt.

Aktuell arbeitet Brot für die Welt mit mehr als 1.300 Partnerorganisationen weltweit zusammen und fördert mehr als 1.500 Projekte in 97 Ländern. Millionen Menschen hat Brot für die Welt in den vergangenen Jahrzehnten geholfen, ein besseres Leben in Würde zu führen. Seit Gründung hat Brot für die Welt rund 2,4 Milliarden Euro an Spenden und Kollekten erhalten – aus der ehemaligen DDR, der alten Bundesrepublik und dem vereinten Deutschland.

Cornelia Füllkrug-Weitzel sagt: „Die Kirchengemeinden waren und sind das Rückgrat von Brot für die Welt. Wir sind dankbar und stolz auf diese große gemeinsame Unterstützung für Menschen in Not.“ Neben Spenden und Kollekten erhält das evangelische Werk Mittel des Kirchlichen Entwicklungsdienstes (KED) und aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Nach dem Mauerbau wurde die Geschäftsstelle von Brot für die Welt 1961 von Berlin nach Stuttgart verlegt. Erst im Jahr 2012 mit der Fusion mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst und dem Bundesverband der Diakonie zum Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung wurde der Sitz von Brot für die Welt wieder nach Berlin verlegt.

Der Eröffnungsgottesdienst für die 60. Aktion Brot für die Welt am 02.12.2018 wurde aus der Leonhardskirche in Stuttgart vom ZDF live übertragen.   Am Empfang in Berlin nahmen für die SELK Altbischof Dr. Diethardt Roth teil und P. Stefan Süß, der für die SELK im Aufsichtsrat des EWDE sitzt und im Geschäftsführenden Ausschuss. Als Gast war auch P. Markus Müller dabei, der zum 01.01.2019 das Rektorat im Naemi-Wilke-Stift in Guben übernehmen wird, einer diakonischen Einrichtung der SELK.