Naemi-Wilke-Stift Guben
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Naemi-Wilke Stift Guben
Jul03

140 Jahre Naemi-Wilke-Stift Festgottesdienst unter freiem Himmel

Veröffentlicht: 03. Juli 2018

Pastor Stefan Süß enthüllt die Gedenktafel für die letzte Gubener Diakonisse, Oberin i.R. Schwester Adelheid Hahn. Foto: Naemi-Wilke-Stift

Bei Kaiserwetter schaute die Stiftung zurück auf ihre Anfänge in der Kaiserzeit. Mit einem Festgottesdienst aus Anlass der Gründung der Stiftung 1878 gedachte eine große Gottesdienstgemeinde von mehr als 100 Besuchern dieses Jubiläums.

Mitarbeitende, Gemeindeglieder, Gäste aus benachbarten diakonischen Einrichtungen und aus Gemeinden des Lausitzer Kirchenbezirkes der SELK feierten diesen Gottesdienst gemeinsam.

Die Festpredigt hielt die Diakoniedirektorin der Selbstständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) Barbara Hauschild aus Bochum. Mit dem Predigttext zum 5. Sonntag nach Trinitatis zum Auszug Abrahams hat sie den Aufbruch für den damaligen Stifter vergleichend beschrieben. Gott ermutigt zum Aufbruch in unbekannte Zukunft.

Mitarbeitende präsentierten die Gründungsdaten der einzelnen Werke der Stiftung. Darunter fehlten auch nicht die tragischen Perioden, in denen Arbeitsbereiche aus verschiedenen Gründen beendet werden mussten.

In ihren Grußworten erwiesen die Gäste der Stiftung eine hohe Wertschätzung. Bischof i.R. Dr. Diethardt Roth, langjähriger Kuratoriumsvorsitzender und heutiger Vorsitzender des Freundeskreises der Stiftung, war ebenso dabei wie Pfarrerin Christa Schrauf, die Geschäftsführerin des Kaiserswerther Verbandes, Hermann Kostrewa, Dezernent und erster Beigeordneter im Landkreis Spree-Neiße, der Bürgermeister der Stadt Guben Fred Mahro sowie Gäste aus Polen und Tschechien.  

Im Anschluss an den Gottesdienst ist ein Gebäude im Stiftsgelände nach der 2017 verstorbenen letzten Diakonisse Oberin i.R. Schwester Adelheid Hahn benannt worden. In einer Präsentation beschrieb Rektor Pfarrer Stefan Süß140 Jahre Stiftsgeschichte. In wechselnden Gesellschaftssystemen durch zwei Weltkriege hindurch konnte sie bestehen und sich ab 1990 noch einmal kräftig entwickeln. In einer Führung zeigte er den Gästen das Haus mit den verschiedensten Arbeitsbereichen und mehr als 400 Mitarbeitenden.

Begleitet wurde das Programm des Tages von den vereinigten Bläserchören des Kirchenbezirkes Lausitz unter der Leitung von Rainer Köster. Mit einem geistlichen Schlusspunkt endete das Programm dieses Tages und damit auch das 140. Jahresfest.