Naemi-Wilke-Stift Guben
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Naemi-Wilke Stift Guben

Friedrich - Wilke - Preis

Für innovative soziale Projekte

Der Hutfabrikant Friedrich Wilke (1829-1908) hat 1878 in Guben / Neiße das Naemi-Wilke-Stift als Privatstiftung ins Leben gerufen. Diese Innovation eines Unternehmers für ein diakonisches Anliegen der Kirche ist beispielhaft. 10 Jahre später hat der Stifter seine Stiftung juristisch verselbständigt und unter die kirchliche Aufsicht der damaligen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Preußen (Altlutheraner) gestellt, deren Rechtsnachfolger die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) ist.

Das Naemi-Wilke-Stift vergibt zusammen mit der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), in Erinnerung an diesen großherzigen Stifter, einen „Friedrich-Wilke-Preis“. Der Preis soll Projekten in Deutschland und in Osteuropa zukommen, da der Standort der Stiftung in der geteilten Doppelstadt Guben (D) und Gubin (PL) ist und damit an einer Schnittstelle zu Osteuropa. Er wird finanziert vom Naemi-Wilke-Stift.

Vergaberichtlinie

1. Der Preis
1.1. Der Friedrich-Wilke-Preis ist innovativen sozialen Projekten gewidmet. Er soll Ideen fördern, die nachhaltig zur Verbesserung sozialer Rahmenbedingungen beitragen und die Lebenslage von Menschen verändern helfen „ohne Ansehen der Rasse, Konfession und Weltanschauung“. (Satzung des Naemi-Wilke-Siftes § 4)

1.2. Der Preis steht allen sozialen Projekten in Deutschland und Osteuropa offen und wird unabhängig von einer Zugehörigkeit des Antragstellers zur verfassten Kirche oder zum Diakonischen Werk vergeben.

1.3. Der Preis wird für selbständige Projekte vergeben, die unabhängig von der Förderung wirksam und nachhaltig sind.

1.4. Der Preis ist mit 2000,- Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben.

1.5. Seine Verleihung bedeutet in erster Linie eine Würdigung und Hervorhebung des sozialen Projektes. Die Verleihung wird öffentlich bekanntgemacht.

1.6. Der Preis wird erstmals 2011 vergeben.

Friedrich Wilke

2. Die Jury
2.1. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury, die aus fünf Mitgliedern besteht. Sie fasst ihre Beschlüsse mit mindestens vier Stimmen.

2.2. Der Jury gehören an:

  • der amtierende Bischof der SELK
  • der amtierende Diakoniedirektor / die amtierende Diakoniedirektorin der SELK
  • ein vom Kuratorium des Naemi-Wilke-Stiftes jeweils für vier Jahre benanntes Mitglied desselben
  • der Rektor des Naemi-Wilke-Stiftes
  • ein Vertreter des öffentlichen Lebens, der vom Stiftsvorstand jeweils für vier Jahre berufen wird

2.3. Bewerbungen für den Preis sind jederzeit möglich an den Vorstand des Naemi-Wilke-Stiftes, 03172 Guben, Dr.-Ayrer-Str. 1-4, mit aussagekräftigen Projektunterlagen.

2.4. Die Entscheidung über die Preisverleihung wird durch Prüfen der eingegangenen Bewerbungen und einer Projektvorstellung durch den Antragsteller von der Jury entschieden. Die Jury kommt zur Entscheidungsfindung in der Regel anlässlich der Sitzungen des Kuratoriums des Naemi-Wilke-Stiftes zusammen.

2.5. Ein Rechtsanspruch auf die Preisvergabe besteht nicht. Rechtsmittel sind ausgeschlossen.

2.6. Die Jurymitglieder sind ehrenamtlich tätig und erhalten für ihre Tätigkeit in der Jury keine Vergütung.

2.7. Die Jury wählt aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden. Die Preisvergabe erfolgt durch eine von der Kirchenleitung der SELK zu benennende Person, zusammen mit dem Vorsitzenden, im Regelfall beim Jahresfest des Naemi-Wilke-Stiftes.

Vorstehende Vergaberichtlinie wurde zum 01.06.2010 in Kraft gesetzt durch einvernehmliche Beschlussfassungen von Vorstand und Kuratorium des Naemi-Wilke-Stiftes sowie der Kirchenleitung der SELK .