Naemi-Wilke-Stift Guben
©
Naemi-Wilke Stift Guben

Friedrich - Wilke - Preis

 
Friedrich Wilke

Für innovative soziale Projekte

Der Hutfabrikant Friedrich Wilke (1829-1908) hat 1878 in Guben / Neiße das Naemi-Wilke-Stift als Privatstiftung ins Leben gerufen. Diese Innovation eines Unternehmers für ein diakonisches Anliegen der Kirche ist beispielhaft. 10 Jahre später hat der Stifter seine Stiftung juristisch verselbständigt und unter die kirchliche Aufsicht der damaligen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Preußen (Altlutheraner) gestellt, deren Rechtsnachfolger heute die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) ist.

Das Naemi-Wilke-Stift vergibt zusammen mit der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) - in Erinnerung an diesen großherzigen Stifter - den „Friedrich-Wilke-Preis“. Der Preis soll Projekten in Deutschland und in Osteuropa zukommen, da der Standort der Stiftung in der geteilten Doppelstadt Guben (D) und Gubin (PL) ist und damit an einer Schnittstelle zu Osteuropa. Er wird finanziert vom Naemi-Wilke-Stift.

Preisträger bisher sind:

  • 2011 SOS-Beratungszentrum Cottbus / Spree-Neiße

Dem SOS-Beratungszentrum Cottbus / Spree-Neiße wird für das Projekt „Positive Peerkultur im SOS-Beratungszentrum als Kooperationspartner der Sachsendorfer Oberschule“ in Cottbus der Friedrich-Wilke-Preis 2011 verliehen. Der Preis ist einmalig mit 1.500.- € dotiert. Das Projekt verhilft Schülern eines Stadtquartiers in Cottbus zu einem verbesserten Umgang untereinander und vermindert die Versetzungsgefährdung von Schülern.

  • 2011 Schlesische Diakonie in Tschechien

Der Slezska Diakonie (Schlesische Diakonie) in Tschechien wird der Friedrich-Wilke-Preis 2011 verliehen für das Projekt CHRPA. Der Preis ist einmalig 2011 mit 1.500.- € dotiert. Mit CHRPA als sozialem Unternehmen in Krnov hat die Diakonie in Tschechien seit 2008 schon 16 behinderten Menschen in den ersten Arbeitmarkt verholfen. Die Firma produziert hochwertige handbemalte Gegenstände und Wohnaccesoirs und vertreibt diese in Tschechien.

  • 2013 Kirchgemeinde Dziegielow der Evangelischen Kirche AB in Polen

Die Jury des Friedrich-Wilke-Preises hat entschieden, dass der Preis 2013 an das Projekt der Kirchgemeinde Dziegielow der Evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Polen geht. Damit wir ein seit 10 Jahren bestehendes gemeindenahes Projekt ausgezeichnet, das sich der Betreuung von Kindern in einer Grenzregion Polens zur Ukraine und der Slowakei widmet: „Hilfe für arme, kinderreiche Familien in Bieszczady“ Der Preis wird gemeinsam von der SELK und dem Naemi-Wilke-Stift in Höhe von 2.000 € vergeben.

  • 2015 Verein Humanitäre Hilfe Osteuropa

Damit wird die Arbeit des Vereins gewürdigt, der seit 2005 mit Sach- und Geldspenden vorrangig in den Ländern Weißrussland und Moldawien Hilfe leistet. Geehrt wird zugleich das jüngste Projekt des Vereins mit der Unterstützung für den Kindergarten in Cneazevca (Fürstenfeld) in Moldawien.

  • 2017 Kleintierzuchtverein Kerkwitz eV.

Der Preis 2017 geht an einen ungewöhnlichen Verein, den Kleintierzuchtverein Kerkwitz eV. Der 1947 gegründete Verein hat sich in den zurückliegenden 10 Jahren besonders engagiert, um das vom Bergbau bedrohte Dorf und den dörflichen Zusammenhalt zu erhalten. Der Verein ist Initiator für eine neue Dorfkultur mit zahlreichen Veranstaltungen und der Etablierung eines eigenen Dorfladens. Seit 2017 ist klar, dass das Dorf doch erhalten bleibt und eine Zukunft hat. Die Bergbaupläne sind gestoppt.

Vergaberichtlinie