Naemi-Wilke-Stift Guben
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Naemi-Wilke Stift Guben

Diakonissenmutterhaus

Im Naemi-Wilke-Stift

Die Diakonissenmutterhausbewegung in Deutschland begann 1836 mit der Gründung des Diakonissenmutterhauses in Kaiserswerth durch Pfarrer Theodor Fliedner (1800-1864). 1878 sind erste Diakonissen aus der Dresdner Diakonissenanstalt (gegr. 1844) nach Guben gekommen. 1883/1884 wurde im Naemi-Wilke-Stift ein eigenes Diakonissenmutterhaus begründet. Aus kleinen Anfängen ist hier das Diakonissenmutterhaus der Evangelisch-lutherischen (altlutherischen) Kirche entstanden mit ca. 90 Schwestern in seiner Blütezeit.

Das Naemi-Wilke-Stift ist Mitglied im Kaiserswerther Verband Deutscher Diakonissenmutterhäuser, dem nationalen Zusammenschluss und in der Kaiserswerther Generalkonferenz, der internationalen Verband.

Außenstellen des Mutterhauses hat es in ganz Deutschland gegeben. Mit der deutschen Teilung nach dem 2. Weltkrieg hat ein Teil der Gubener Schwesternschaft in Korbach (Hessen) ein eigenes Diakonissenwerk gegründet.

 
Schwesternschaft (1952)
 
Diakonissengrabstätte (1997)
 
Diakonissengedenkwand (2008)
 
Gedenktafel Friedhof (2008)
 
Diakonissenbuch (2015)

Die Diakonissenbewegung in Guben ist menschlich gesehen an ihr Ende gekommen. 1997 ist zur Erinnerung an das Lebenswerk der Schwestern eine Gedenkstätte auf dem Gubener Waldfriedhof errichtet worden. 2008 wurde zur Stabübergabe an den Vorstand des Naemi-Wilke-Stiftes von den letzten Diakonissen ein Diakonissenvermächtnis übergeben. Außerdem ist zur Erinnerung an die Lebensleistung der Schwestern in der Cafeteria der Stiftung eine Erinnerungswand gestaltet worden mit den Fotos der Oberinnen der Schwesternschaft seit der Gründung des Naemi-Wilke-Stiftes 1878.

2015 hat der Stiftsvorstand das Buch zu 130 Jahren Diakonissenmutterhausgeschichte veröffentlichen können:

Wolfgang Rose, "... der Dienst der Diakonie, das sind Jesu Hände" - Die Diakonissen des Naemi-Wilke-Stiftes in Guben 1878-2008; Einzelveröffentlichung der Brandenburgischen Historischen Kommission e.V., Bd. XVII; be.bra wissenschaft verlag GmbH 2015

Aus der Verlagsankündigung: "Der Band erzählt die Geschichte derjenigen, durch deren persönlichen Einsatz ganz wesentlich die Aufgabe der Stiftung als 'Werk christlicher Liebestätigkeit' mit Leben erfüllt wurde. Dabei entsteht das Bild einer Gemeinschaft, die unter wechselnden politischen und sozialen Bedingungen an dem Anspruch festhielt, Dienst für die Schwächsten der Gesellschaft zu leisten. Zugleich kommen die Ursachen für Entstehung, Blütezeit und Ende der weiblichen Diakonie als einer historisch bedingten Form sozialer Arbeit in den Blick. - Mit zahlreichen Abbildungen und historischen Dokumenten."

Heute sind unter dem Dach des Diakonissenmutterhaus die Kraneknhausseelsorge, die Diakonische Fortbildung angesiedelt sowie unser Engagement mit osteuropäischen Partnern vor allem mit der Diakonie in Polen und mit der Schlesischen Diakonie in Tschechien..

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