Naemi-Wilke-Stift Guben
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Sep08

Diakonisse Sr. Elisabeth Pfeiffer verstorben

Veröffentlicht: 08. September 2011
 

Sr. Elisabeth Pfeiffer

Am Dienstag, dem 06. September 2011 ist die Diakonisse Schwester Elisabeth Pfeiffer (geboren am 28. Dezember 1919, getauft am 11. Januar 1920) verstorben. Sr. Elisabeth ist in Züllichau (heute: Sulechov, Polen) geboren und aufgewachsen und hat dort auch die Schule besucht. Mit dem bevorstehenden Ende des 2. Weltkrieges musste sie mit ihrer Familie ihre Heimat verlassen .

Am 01.02.1948 ist sie in das Diakonissenmutterhaus ihrer Kirche in Guben eingetreten. In der Dresdner Diakonissenanstalt machte sie ihre Ausbildung zur Krankenschwester. 1953 wurde sie im Gubener Diakonissenmutterhaus zur Diakonisse eingesegnet. Bedingt durch eine Erkrankung konnte sie den Beruf einer Krankenschwester nicht ausüben und übernahm 1954 die Küchenbuchhaltung. Das war ihr Platz bis zum Ruhestand 1979 in den schweren Jahren der Mangelwirtschaft nach dem Krieg und den vielen Versorgungsengpässen der DDR Zeit.

Auch als Ruheständlerin hat Sr. Elisabeth die Küchenverwaltung tatkräftig unterstützt. Krankheiten haben ihr Leben begleitet und schrittweise auch ihre Beweglichkeit eingeschränkt. Über viele Jahre musste sie mit dem Rollstuhl leben. Unabhängig von diesen Einschränkungen hat Sr. Elisabeth ungezählte Außenkontakte gehabt, viel geschrieben und telefoniert und Besuche empfangen. Bis zuletzt hat sie mit wachem Geist und präzisem Gedächtnis das Leben und Arbeiten im Stift betend begleitet.

"Wir danken Gott, dass er Sr. Elisabeth Pfeiffer in Seinen Dienst berufen hat. Sie hat auf den Stationen ihres Lebensweges ungezählten Segen gestiftet." heißt es in der Traueranzeige des Vorstands des Naëmi Wilke Stiftes. Die Trauerfeier ist am Mittwoch, dem 14. September 2011 um 11.00 Uhr in der Erlöserkapelle des Naëmi Wilke Stiftes. Die Beisetzung erfolgt im Anschluss um 12.00 Uhr auf der Diakonissengrabstätte des Gubener Waldfriedhofes.

In den Jahren 1883/1884 war in Guben mit einem eigenen Diakonissenmutterhaus Kaiserswerther Prägung begonnen worden. Aus bescheidenen Anfängen ist eine Schwesternschaft erwachsen, der in Blütezeiten (Ende 19. /Anfang 20. Jahrhundert) etwa 90 Schwestern angehörten. Mit der Teilung Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg sammelten sich die Gubener Schwestern im Westteil Deutschlands in Korbach (Hessen) und arbeiteten im dortigen Stadtkrankenhaus und eröffneten eine Krankenpflegeschule. Die Schwesternschaft hat bereits seit einigen Jahrzehnten keinen Nachwuchs mehr. Mit dem Heimgang von Sr. Elisabeth ist nunmehr Altoberin Sr. Adelheid Hahn die letzte Diakonisse im Naëmi Wilke Stift in Guben.