Naemi-Wilke-Stift Guben
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Naemi-Wilke Stift Guben

Pflegedienst / Sozialdienst

Dipl. - Medizinpädagoge Herbert Gehmert - Leiter des Pflegedienstes / Schulleiter

Leitung

Die Pflege und Betreuung kranker Menschen erfordert von den Pflegenden hohe fachliche Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen und Offenheit.

Die etwa 200 Mitarbeiter des Pflege- und Funktionsdienstes als größte Berufsgruppe in unserem Krankenhaus sind in den verschiedenen Bereichen rund um die Uhr im Dienst. Verstärkt wird die Gruppe der Pflegemitarbeiter durch die Auszubildenden unserer Schule für Gesundheits- und Krankenpflegehilfe sowie durch Praktikanten und Zivildienstleistende.

Als oberstes Ziel steht für uns die Patientenzufriedenheit die wir durch eine fachgerechte menschliche Betreuung, professionelle Begleitung und Pflege, unter Einbeziehung der Angehörigen auf einem hohen medizinischen und pflegerischen Niveau gewährleisten.

Die pflegerische Philosophie unseres Krankenhauses haben wir im Pflegeleitbild festgeschrieben, die als Maßstab für die Arbeit aller Pflegekräfte dient. Unsere Aufgabenbereiche in der Pflege sind sehr unterschiedlich, ob auf den einzelnen Stationen, in der Chirurgie, Inneren Orthopädie, Pädiatrie und Wachstation oder in den Funktionsbereichen wie OP, ZSVA, Anästhesie, Endoskopie ,Rettungsstelle und Krankenhausambulanz, in der Schule für Gesundheits- und Krankenpflegehilfe sowie in der Diakonie-Sozialstation bei der ambulanten häuslichen Pflege. Zur kontinuierlichen qualitativen Verbesserung unserer pflegerischen Leistungen werden gezielte Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen durchgeführt.

Sozialdienst

Falk Jendreyeck - Sozialdienst

Was kommt nach dem Krankenhaus? Pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen erleben den Krankenhausaufenthalt oft als Ausnahmesituation und machen sich Sorgen um körperliche, geistige und psychische Einschränkungen, Behinderungen oder drohende Hilfsbedürftigkeit. Hinzu kommt, dass die Aufenthaltszeiten von Patienten im Krankenhaus nach Erkrankungen und Operationen immer weiter verkürzt werden. Die weitere pflegerische Versorgung kommt so verstärkt auf Angehörige zu oder eine professionelle häusliche Pflege muss organisiert werden.

Der Sozialdienst im Naemi-Wilke-Stift hilft Ihnen bei Entscheidungen, dass beim Übergang vom Krankenhaus nach Hause alles gut geregelt ist. Nehmen Sie daher bereits während einer stationären Behandlung rechtzeitig Kontakt zum Sozialdienst auf, damit wir Ihnen als Patient oder als Angehöriger bei der Entscheidungsfindung unterstützen können, wie es nach dem Krankenhausaufenthalt weiter gehen kann.

Leistungen des Sozialdienst

  • Beratung / Vermittlung ambulanter Krankenpflege
  • Beratung / Beantragung und Vermittlung sozialer Hilfsdienste (Haushaltshilfen, Essen auf Rädern, Hausnotruf)
  • Beratung bei Pflegeheim, Tagespflege, Kurzzeitpflege, betreutes Wohnen
  • Antrag auf Unterbringung in Alten- und Pflegeheimen oder Hospiz
  • Anschlußheilbehandlungen (AHB) und Rehabilitationsmaßnahmen in Spezialkliniken
  • Anträge auf Schwerbehinderung, Pflegegeld und Sozialhilfe
  • Versicherungs-,sozial- und arbeitsrechtliche Angelegenheiten (z.B. Beratung zu den Themen Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung)

Hygiene

Schwester Cornelia Krainz - Hygienefachkraft

Die Hygienefachkraft hat seit vielen Jahren einen zentralen Platz in der Hygieneorganisation unseres Krankenhauses. Ziel der Krankenhaushygiene ist es, die vermeidbaren Infektionen durch organisatorische Maßnahmen sowie diszipliniertes Arbeiten so unwahrscheinlich wie möglich werden zu lassen. Das Beschlussgremium der Hygiene ist die Hygienekommission, in der alle Entscheidungsträger und maßgeblichen Personen in hygienerelevanten Positionen vertreten sind. Vorsitzender der Hygienekommission ist der leitende Chefarzt des Krankenhauses.

Aufgabengebiete:

  • Analyse des hygienischen Ist-Zustandes im gesamten Krankenhaus
  • Erstellen und Aktualisieren eines Hygieneplanes
  • Schulung des Personals in der Umsetzung des Hygieneplans und allgemeinem hygienisch korrektem Verhalten
  • Qualitätssicherung aller hygienerelevanter Maschinen und Einrichtungen durch geeignete Testungen
  • Vorbeugung und Aufdeckung von Krankenhausinfektionen
  • Führung von Infektions- und Keimstatistiken
  • Beratung bei Materialbeschaffung und Baumaßnahmen

Bei der Umsetzung dieser Aufgaben arbeitet unsere Hygienefachkraft mit allen Stellen des Krankenhauses eng zusammen. Das Spektrum der Tätigkeit liegt dabei zwischen Schulung, Beratung, Kontrolle und dem Aufbau korrekter Organisationsstrukturen. Hierbei ist fundiertes Wissen in medizinischer, pflegerischer, technischer und mikrobiologischer Sicht sowie differenzierte Kenntnisse von Gesetzes-, Verordnungs- und Richtlinientexten unabdingbar.

Stationspflege

 
Pflegeteam - Station 5
 
Pflegeteam - Station 1
 
Pflegeteam - Station 4
 
Pflegeteam - Station 2
 
Pflegeteam - Station 3

Wir möchten, dass es Ihnen als Patient bei uns gut geht! Damit Sie sich trotz Ihres Krankseins so wohl wie möglich fühlen, unterstützen Sie unsere qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege aktiv bei Ihrem Genesungsprozess.

Wir denken, dass Sie sich vor allem wünschen:

  • schnell gesund zu werden
  • nach den aktuellen pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen gepflegt zu werden
  • sich hier so wohl zu fühlen, wie zu Hause
  • als Mensch geachtet zu bleiben und entsprechend behandelt zu werden, auch wenn Sie zeitweise nicht in der Lage sein sollten, das Geschehen um sich herum voll wahrzunehmen

Das bedeutet für uns professionelle Betreuung unserer Patienten während des Krankheits- und Genesungsprozesses. Dabei orientieren wir uns am Bedarf jedes Einzelnen. Das heißt, jeder Patient erhält die Pflege, die er aufgrund seiner Bedürfnisse, Probleme und Möglichkeiten benötigt, um seine Selbstständigkeit und sein Wohlbefinden wiederzuerlangen. Ihre Pflege wird von qualifizierten Pflegekräften geplant und durchgeführt. Die Organisationsform der Bereichspflege in einigen Abteilungen ermöglicht uns eine patientenorientierte Bertreuung. Ihnen steht somit stets ein direkter Ansprechpartner zur Verfügung. Die Pflegenden wechseln sich selbstverständlich bei Ihrer Betreuung im Schichtdienst ab.

Um Ihre bestmögliche Versorgung zu gewährleisten, arbeiten wir sehr eng mit den anderen Berufsgruppen im Krankenhaus zusammen. Wir sichern die Qualität der pflegerischen Arbeit unter anderem durch die Entwicklung und Umsetzung von Pflegestandards. Wir werden Sie während des Betreuungsprozesses über alle Maßnahmen und Abläufe informieren und beantworten gern Ihre Fragen. Außerdem stehen wir Ihnen und Ihren Angehörigen auch bei anderen Fragen zur Gesundheit und einer angepassten Lebensführung beratend zur Seite.

Bei Bedarf stellen wir den Kontakt zu nachsorgenden Einrichtungen über unseren Sozialdienst her und sichern somit den erforderlichen Informationsaustausch, um den langfristigen Heilungserfolg zu unterstützen. Bei unserer professionellen Pflege achten wir auf die Würde des Menschen unter Beachtung seiner sozialen, kulturellen und religiösen Bedürfnisse durch persönliche Zuwendung, Präsenz und Kontinuität in der Pflege. Dazu gehört auch, dass wir Sterbende in der letzten Phase ihres Lebens nicht alleine lassen und sie und ihre Angehörigen begleiten.

Trotz unseres ständigen Bestrebens um Ihr Wohl kann es vorkommen, dass Sie im Rahmen Ihres Aufenthalts im Naemi - Wilke - Stift mit irgendeinem Ereignis, einer Person oder einer Situation nicht zufrieden sind. Leider lassen sich Missstände und Konflikte nicht immer vermeiden, wenn viele verschiedene Menschen auf engem Raum miteinander leben und arbeiten. Nur gemeinsam mit Ihnen können wir die Problematik angehen und auch bewältigen. Ihre Beschwerden, Anregungen und Verbesserungsvorschläge nehmen wir gerne entgegen, weil dies für uns ein wichtiger Baustein zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Qualität und damit ein wertvoller Hinweise für unsere tägliche Arbeit ist.

Anästhesie Abteilung

 
Anästesieteam

Das Pflegeteam der Anästhesieabteilung begleitet Sie während des gesamten Aufenthaltes in unserer Abteilung. Gemeinsam mit einem Team aus Anästhesisten, Operateuren und Operationspflegekräften in drei OP-Sälen. Nach der Operation überwachen wir Sie in unserem Aufwachraum, bis Sie wieder zur Station verlegt werden können. Unsere Aufgaben sind die Vorbereitung der Narkose, die Assistenz während der Narkose, die postoperative Betreuung sowie die Vorbereitung und Aufbereitung von Geräten und Materialien.

Gerade angesichts der hoch technisierten Umgebung bemühen wir uns, unseren Patienten neben dem Gefühl von maximaler Sicherheit auch ein Höchstmaß menschlicher und pflegerischer Zuwendung zu geben. Wir versuchen ihnen durch Kompetenz und Einfühlungsvermögen die Ängste und Sorgen, die im Zusammenhang mit einer Anästhesie beziehungsweise Narkose bestehen, zu nehmen.

OP - Abteilung

Eine Operation ist für den Patienten oft mit gewissen Sorgen und Ängsten verbunden. Deshalb ist es unser Ziel, Ihnen Ihren Aufenthalt vor, während und nach dem Eingriff so sicher und angenehm wie möglich zu gestalten. Während Sie im künstlichen Tiefschlaf liegen, sorgt das diensthabende OP-Team dafür, dass Sie bestmöglich versorgt sind.

In unserem Krankenhaus stehen für stationär und ambulant durchzuführende Operationen drei OP-Säle mit modernster Ausrüstung zur Verfügung. Es sind die Räume, die kaum ein Patient bewusst zu Gesicht bekommt. Sie sind technisch auf dem neusten Stand und so ausgestattet, dass sie allen hygienischen Anforderungen gerecht werden. In unserer Operationsabteilung werden zirka 3.000 Eingriffe im Jahr durchgeführt. Wir stellen eine 24-stündige OP-Versorgung sicher.

Zentralsterilisation

 
ZSVA - Team

Hygiene ist im Krankenhaus oberstes Gebot. Ohne sterile Instrumente, keine Operation! In unserem Krankenhaus konnte 2007 ein neuer Funktionstrakt, die Zentralen Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA), eingeweiht werden. Seitdem hat sich die Abteilung zu einem modernen, zentralen Dienstleistungszentrum für alle Abteilungen unseres Krankenhauses entwickelt. Die Aufbereitung von Instrumenten und Materialien findet zentral in der ZSVA statt. Alle dezentralen Maßnahmen auf den Stationen und in den Ambulanzen konnten dadurch wegfallen.

Aufgabe der Mitarbeiterinnen der ZSVA ist es, OP-Instrumente, Anästhesieprodukte (Beatmungssysteme) usw. zu zerlegen, vorzureinigen, zu waschen, zu desinfizieren, zu trocknen, zu sortieren, zu pflegen, zu prüfen, abzupacken, zu kennzeichnen, zu sterilisieren, dokumentiert freizugeben und zu den Operationssälen, Stationen und Ambulanzen zu transportieren. Diese Auflistung der Tätigkeiten macht deutlich, wie gewissenhaft und vorsichtig mit diesen Instrumenten umgegangen werden muss, um eine größtmögliche Sicherheit für unsere Patienten zu gewährleisten.

Die Aufbereitung der Instrumente vollzieht sich in mehreren Stufen. In einer ersten Phase werden die Instrumente in Reinigungs- und Desinfektionsautomaten gereinigt und desinfiziert. In der zweiten Phase erfolgt dann die Sterilisation von Instrumenten. Hier wird mit heißem Dampf bis zu 134°C über einen genau definierten Zeitraum sterilisiert. Dieser heiße Dampf dringt bis in die kleinsten und engsten Hohlräume ein und tötet somit alle Erreger ab.

Rettungsstelle und Krankenausambulanz

 
Team Rettungsstelle

Die Rettungsstelle ist eine eigenständige Funktionsabteilung des Krankenhauses, für dessen medizinische Versorgung ein professionelles Team an Pflegepersonal und an jedem Werktag der Woche eine internistische Notärztin zur Verfügung steht. Ergänzt wird dieses Team in der Zeit nach 15.30 Uhr durch die Bereitschaftsärzte aller Fachabteilungen, die eine 24h-Notfallversorgung sicherstellen.

Wir sehen uns als zentrale Anlaufstelle für alle Notfallpatienten, denen wir durch unsere organisatorische Verzahnung mit allen Abteilungen des Hauses die notwendige Fachkompetenz zukommen lassen können. Zugleich sind wir das Nadelöhr über das wir viele Patienten mit einer Einweisung vom Hausarzt in die stationäre oder ambulante Versorgung qualifiziert weiterleiten. Wir assistieren außerdem bei den verschiedenen Fachärzten in den Sprechstunden der Krankenhausambulanz.

Mittlerweile betreuen wir jährlich über 10 000 Patienten im Jahr vom schweren Herzinfarkt bis hin zur kleinen Kopfplatzwunde. Zahlreiche Patienten erreichen uns mit dem Rettungswagen, viele Patienten kommen zu Fuß in unsere Rettungsstelle. Notfallmedizin ist nicht planbar. Manchmal müssen wir uns vorrangig um Schwerstkranke kümmern und kämpfen im Schockraum um ihr Leben. Nicht immer ist das im Warteraum für andere Patienten offensichtlich. Haben Sie bitte Verständnis, wenn dann die Wartezeit für die anderen Patienten mal etwas länger ausfällt.

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