Naemi-Wilke-Stift Guben
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Naemi-Wilke Stift Guben

Ehrenamtliche Krankenhaushilfe

 
Gottesdienstliche Einführung

1969 gründete sich die erste Gruppe der „Evangelischen Krankenhaus-Hilfe“ (EKH) in Düsseldorf auf Anregung von Frau Brigitte Schröder. Da damals, wie in einigen Einrichtungen auch heute noch, die Damen bzw. Herren grüne Kittel trugen, wenn sie im Einsatz waren, bildete sich im Volksmund schnell für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Name „Grüne Damen bzw. Herren“ heraus.

„Grüne Damen bzw. Herren“ sind ehrenamtliche MitarbeiterInnen, die in der Evangelischen und ökumenischen Krankenhaus- und Altenheim-Hilfe (EKH) organisiert sind. Heute gehören der EKH bundesweit über 10.000 MitarbeiterInnen an. Die EKH ist eine gemeinnützig anerkannte Arbeitsgemeinschaft und bietet ihre Dienste auch nicht konfessionell gebundenen Krankenhäusern und Altenhilfeeinrichtungen nach dem Motto an: „Wir nehmen uns Zeit, wir setzen uns ein – ehrenamtlich“.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat 2001 an alle Krankenhäuser eine Empfehlung herausgegeben, „ehrenamtliche Krankenhaushilfe“ einzuführen bzw. weiter zu fördern. Im Jahr 2003 kam es im Naemi-Wilke-Stift durch den Krankenhausseelsorger zu einem ersten Informations- und Motivationsabend. In den Jahren 2003 bis 2010 kam es zu drei Ausbildungsgängen. Seit 2005 sind die „Ehernamtlichen Kranknehaushelfer“ im Naemi-Wilke-Stift Mitglied der EKH. Die bisher ausgebildeten MitarbeiterInnen haben in den letzten fünf Jahren ca. 2600 Stunden ehrenamtlichen Besuchsdienst geleistet nach dem Motto der EKH: „Wir nehmen uns Zeit, wir setzen uns ein – ehrenamtlich“.

Ziele

 
Signet des Naemi-Wilke-Stiftes
  • Die ehrenamtlichen Helfer/-innen wollen insbesondere im Sinne christlicher Nächstenliebe ihren Beitrag zur Humanität im Krankenhaus leisten.
  • Sie sehen ihre Aufgabe darin, durch mitmenschliche Nähe, Zuwendung und Aufmerksamkeit für die Sorgen und Nöte der Patienten zu deren Gesundung mit beizutragen.
  • Die ehrenamtlichen Helfer/-innen übernehmen grundsätzlich keine pflegerischen, seelsorgerlichen und hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Sie stellen keine Konkurrenz zu den professionellen Berufsgruppen im Krankenhaus dar. Ihre Tätigkeit ist eine ergänzende Hilfe und ein zusätzliches Angebot für Patienten.

Aufgaben

 
Erlöserkapelle
  • Der Krankenbesuchsdienst im Krankenhaus versteht sich an erster Stelle als Gesprächs-Angebot: Zuhören können, Zeit haben, dem Einzelnen die Möglichkeit zu geben all das auszusprechen, was ihn bewegt, auf Wunsch vom Wort Gottes her zu ermutigen und begleiten steht im Vordergrund des Dienstes. Der ehrenamtliche Besuchsdienst arbeitet der Krankenhausseelsorge zu.
  • Es können persönliche Hilfen angeboten werden z.B. Begleitung zu den Stationsandachten oder Gottesdienste oder zu Veranstaltungen im Lesecafe, oder bei Spaziergängen ...
  • Es kann um Unterhaltungs- und Beschäftigungsangebote gehen. Darunter sind z.B. zu verstehen: Vorlesen, Basteln, spielen, Geburtstagsgratulationen, Mitgestaltung von Stationsandachten usw.

Organisation

 
Stiftsgelände

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen werden gründlich auf ihre Aufgaben durch den Krankenhausseelsorger vorbereitet und begleitet. Der Krankenhausseelsorger ist für die Arbeit der „Grünen Damen bzw. Herren“ verantwortlich.

Einmal monatlich findet eine Gruppenbesprechung statt. Dort werden die laufenden Fälle besprochen und begleitet und entsprechende Persönlichkeitsarbeit geleistet. Auf spezielle Fortbildungsangebote im Bereich des kirchlichen Besuchsdienstes zB. Der Evangelischen Kirche Berlin/Brandenburg/schlesische Oberlausitz (EKBO) oder der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) wird zusätzlich verwiesen. Unter der Woche steht der Krankenhausseelsorger auch zu einzelnen Betreuungsgesprächen für die Mitarbeiter/-innen zu Verfügung.

Die ehrenamtlichen Helfer/-innen verpflichten sich an einem bestimmten Wochentag für mehrere Stunden (individuell abzusprechen) vor- oder nachmittags im Krankenhaus zu sein. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen sind in der Zeit ihres Krankenhauseinsatzes versichert.